Fahrrad Nattheimer wollen in 15 Stunden an den Gardasee radeln

Persis Racing Team: Nach dem Trainingslager in der Toscana geht's  von Heidenheim aus an den Gardasee.
Persis Racing Team: Nach dem Trainingslager in der Toscana geht's von Heidenheim aus an den Gardasee. © Foto: privat
Nattheim / Erwin Bachmann 07.06.2017
Das Persis Racing Team aus Nattheim radeln für Kinder: In 15 Stunden soll's nonstop an den Gardasee gehen.

Von Heidenheim an den Gardasee. Manche wollen es schon in fünf Stunden geschafft haben, doch sieben Stunden sind deutlich realistischer. Mit dem Auto, wohlgemerkt.

Zum Vergleich: Mit dem Auto von Heidenheim an den Gardasee

Eine geschätzte reine Fahrzeit von 15 Stunden hat sich jetzt eine ganz besondere Reisetruppe vorgenommen, und das ist mehr als ambitioniert. „Eine einerseits verrückte Idee,“ räumt Thomas Lehner ein, Chef jener siebenköpfigen Truppe, die die zwischen Heidenheim und Torbole liegende Strecke per Rad in einem Rutsch bewältigen wollen: „Andererseits eine echte Herausforderung, weil auch wir das nicht auf der linken Arschbacke absitzen.“

Rekordversuch soll am 21. Juni starten

Wir: Das sind Fahrer des Persis Racing Teams – Bike Sport Nattheim e. V., die sich für ihren Rekordversuch den 21. Juni und damit den längsten Tag des Jahres ausgesucht haben. Den werden sie auch brauchen, denn laut selbstgestecktem Ziel werden sie von Sonnenaufgang bis zum Einbruch der Dunkelheit in die Pedale treten müssen, um die 460 Kilometer und mehr als 4000 Höhenmeter nonstop zu bewältigen. Start ist – aber nicht bei Schlechtwetter – um 5 Uhr vor dem Persis-Verwaltungsgebäude in der Theodor-Heuss-Straße.

Heidenheim – Torbole, nonstop. Aus der angepeilten Fahrzeit ergibt sich ein Stundenmittel von 30 km/h, wobei es im Team Kandidaten gibt, die sogar mit einem 33er-Schnitt liebäugeln. Was sich die Akteure da vorgenommen haben, stellt selbst für Profis ein beinhartes Unternehmen dar. Die sieben Männer im Alter von 23 und 54 Jahren steuern über Mittenwald die alte Brennerstraße an und haben insgesamt ein Route gewählt, auf der es, wie's Thomas Lehner ausdrückt, „am besten rollt“. Weil's dies freilich nicht von alleine tut, auch wenn es ab dem Brenner 170 Kilometer fast nur noch bergab geht, ist konsequentes Windschattenfahren angesagt, und mit Ausnahmen von allenfalls ein, zwei kurzen, unausweichlichen Geschäften geschuldeter Halte wird durchgefahren. Heißt auch: Essen aus dem Begleitfahrzeug.

Erzfeind: Der Gegenwind

Die Protagonisten sind durchweg sattelfest, entstammen sie doch alle einem erst 2016 neu gegründeten Verein, dessen Trainer Thomas Lehner und Tobias Horsch bereits reihenweise sportliche Erfolge vermelden konnten. Doch es bleiben Unwägbarkeiten, wozu auch der Erzfeind des Radlers zählt: Gegenwind.

Der von der Gemeinde Nattheim und dem Sportkreis Heidenheim unterstützte Kraftakt hat auch einen gemeinnützigen Nebeneffekt. Ein Kreis von Sponsoren, zu dem auch die Heidenheimer Zeitung zählt, fördert die gefahrenen Kilometer, und dieser Betrag wird dem Förderverein der Klinik für Kinder-und Jugendmedizin am Klinikum überwiesen.

Weitere Sponsoren können sich noch bis morgen anmelden: management@radteam-nattheim.de

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