Heidenheim Nachruf: Zum Tode von Dr. Cornelia Hahn, geb. Voith

Heidenheim / Karin Fuchs 09.07.2018
Im Alter von 82 Jahren ist am Freitag Dr. Cornelia Hahn, geb. Voith, an ihrem Wohnort bei Überlingen verstorben.

Sie war als eine der sechs Töchter von Hanns und Lore Voith Mitinhaberin der Firma Voith, eng mit Heidenheim verbunden. In den 1970er Jahren war Hahn Mitglied im Gesellschafterausschuss und im Aufsichtsrat. Die Medizinerin lebte zwar weitgehend zurückgezogen aus der Öffentlichkeit, war jedoch zeitlebens sozial und gesellschaftlich stark engagiert. In Heidenheim ist ihr der Fortbestand des Talhofs zu verdanken, den sie nach dem Großbrand im Jahre 1999 aus eigenen Mitteln wieder aufbaute – im Andenken an ihren Vater Hanns Voith, der das Gelände am Eingang zum Ugental 1928 erwarb und den Hof auf dynamische Bewirtschaftung umstellte. Cornelia Hahn investierte über die nach ihren verstorbenen Söhnen benannte Ludolf-Andreas Gesellschaft zur Förderung der Gesundheit und der Entwicklung des Menschen mbH. Ställe und Produktionsanlagen wurden erweitert, Wohnhäuser erneuert, ein Hofverkaufsraum eingerichtet und ein Restaurant geschaffen. Später war Hahn auch am Aufbau der Freien Michaelschule beteiligt.

Hahn lebte zuletzt auf dem Demeter-Hofgut Rengoldshausen am westlichen Bodensee, das ebenfalls ihr Vater erworben hatte. Dort arbeitete sie 30 Jahre lang als Ärztin und trug die humanitär und anthroposophisch geprägte Lebenseinstellung ihres Vaters weiter, indem sie sich auf vielfältige Weise für soziale Projekte engagierte. Darüber hinaus war Hahn an der Gründung der Waldorfschule bei Überlingen beteiligt. Dort findet am morgigen Dienstag die Beisetzungsfeier statt.

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