Heidenheim Opernfestspiele: Astghik Khanamiryan stellt sich vor

Abigaille aus Armenien: Astghik Khanamiryan.
Abigaille aus Armenien: Astghik Khanamiryan. © Foto: Oliver Vogel
Heidenheim / Manfred F. Kubiak 12.07.2018
Die Sopranistin Astghik Khanamiryan singt die Abigaille in Giuseppe Verdis „Nabucco“.

Unlängst erst hat sie gleich zwei Gesangswettbewerbe gewonnen. Einmal im sizilianischen Noto – und das andere Mal im piemontesischen Turin. Dort saß übrigens mit Renata Scotto auch ein ehemaliger Weltstar in der Jury. Und der Sieg in Turin brachte ihr zugleich ein weiteres Engagement: 2019 wird Asthgik Khanamiryan in Biel in der Schweiz die Titelheldin in „Giovanna d'Arco“ singen, Giuseppe Verdis Version der „Jungfrau von Orleans“.

Doch das ist Zukunftsmusik. Die Gegenwart heißt Heidenheim. Hier ist ja ebenfalls Verdi Trumpf. „Nabucco“ lautet die Parole. Und Astghik Khanamiryan singt mit Abigaille eine der ganz wenigen „bösen“ Soprane der Operngeschichte und eine der schwierigsten Partien des dramatischen Sopranfachs. Ein Debüt für Astghik Khanamiryan, die aus Armenien stammt, aber seit zehn Jahren in Wien lebt.

Dass sie Opernsängerin geworden ist, hat sie nicht zuletzt auch ihrer Mutter zu verdanken. „Sie wollte unbedingt, dass ich ein Instrument lerne, weil sie dazu nie die Möglichkeit gehabt hatte.“ Also begann Astghik Khanamiryan, Klavier zu spielen. „Dann sind wir nach Moskau übergesiedelt, wo, damit ich an der Musikschule weiter Klavier spielen kann, eine Aufnahmeprüfung verlangt wurde, bei der ich auch singen musste.“

Mit durchschlagendem Erfolg, denn die Klavierschülerin wurde gleich noch in einen professionellen Kinderchor vermittelt, wo sie einer Operettensängerin auffiel, die sie darauf aufmerksam machte, dass sie eine Opernstimme habe, die sie unbedingt ausbilden lassen solle. So fing das an. Und wenn sie jetzt mal nicht singt? „Dann tanze ich gerne“, sagt Astghik Khanamiryan.

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