Heidenheim Vom Beginn der HVG: Nach Talfahrt zurück in die Erfolgsspur

Sind längst Oldtimer: Wahl-Busse für den Überland- (links) und den Stadtverkehr in den 1970er-Jahren.
Sind längst Oldtimer: Wahl-Busse für den Überland- (links) und den Stadtverkehr in den 1970er-Jahren. © Foto: Archiv
Heidenheim / Michael Brendel 06.07.2018
Die Heidenheimer Verkehrsgesellschaft (HVG) nahm am 1. Mai 1987 Fahrt auf.

Damals gründeten der Landkreis Heidenheim und die Württembergische Eisenbahn-Gesellschaft gemeinsam die HVG aus der Konkursmasse der Wahl GmbH, des einstmals größten privaten Busunternehmens in Europa.

Die Brüder Wilhelm und Albert Wahl hatten mit ihrem privaten Busunternehmen dem Nahverkehr in Heidenheim einst auf die Sprünge geholfen. 1926 richteten sie die erste Buslinie ein – sie verlief zwischen Heidenheim und Schnaitheim. Im Laufe der Zeit kamen weitere Verbindungen hinzu, die sich schließlich auf ganz Europa erstreckten.

Der Einbruch des Tourismusgeschäfts zog den Niedergang der Firma Wahl nach sich. Im Mai 1986 stellte das Unternehmen einen Insolvenzantrag, und ein Jahr später ging dann die HVG an den Start. Sie hat sich mittlerweile zum größten Nahverkehrsunternehmen im Landkreis entwickelt.

Zusammen mit der DB Zug-Bus Regionalverkehr Alb-Bodense (RAB) sowie den Firmen Grüninger, Omnibus Rupp und Regio Bus Stuttgart bildet die HVG seit dem 1. Dezember 1998 den Heidenheimer Tarifverbund (HTV). Vorteile für die Fahrgäste: Ein Fahrschein gilt für alle öffentlichen Verkehrsmittel im Landkreis Heidenheim; beim Umstieg ist kein zweiter Fahrschein nötig; nach zuvor bis zu 16 gibt es nur noch vier Preisstufen.

Seit dem 25. Mai 2003 ist die HVG für den Stadtbusverkehr in Heidenheim zuständig. Drehscheibe ist die Zentrale Omnibushaltestelle (ZOH) an der Marienstraße. Dort treffen sich sieben sogenannte Durchmesserlinien, die Direktfahrten zwischen den Stadtteilen ermöglichen. An gleicher Stelle ist der Umstieg zwischen Bussen verschiedener Linien innerhalb eines festen Takts jeweils zur gleichen Zeit am gleichen Ort möglich – Rendezvous-Verkehr genannt.

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