Heidenheim Nach Chemnitz: FDP fordert Politik mit Fakten statt Stimmung

Klaus Bass, Kreisvorsitzender der FDP
Klaus Bass, Kreisvorsitzender der FDP © Foto: Archiv
Heidenheim / pm 05.09.2018
Der FDP-Kreisvorsitzende Klaus Bass sieht das Vertrauen in den Rechtsstaat schwinden.

Nach dem gewaltsamen Tod eines 35-Jährigen in Chemnitz ist die sächsische Stadt seit Tagen Schauplatz von Kundgebungen und Gegendemonstrationen. Den eigentlichen Grund dafür sieht der Heidenheimer FDP-Kreisvorsitzende Klaus Bass darin, dass die Menschen in Deutschland „langsam aber sicher ihr Vertrauen in den Rechtsstaat und dessen Organe verlieren“.

Auch fühlten sich viele mit ihren Anliegen, Wünschen und Sorgen von den Politikern nicht mehr ernst genommen. Diese Stimmung nutzten radikale Gruppierungen und Parteien für ihre Zwecke aus, indem sie Politik mit Stimmungen und nicht mit Fakten und Tatsachen machten.

Menschen ernst nehmen

Aufgabe der Parteien sei es nun, so Bass, auf die Menschen vor Ort zuzugehen. Menschen, die sich von der Politik ernst genommen fühlten, seien weniger anfällig für radikale Aussagen. Gleichzeitig gelte: „Chemnitz ist überall, wenn die etablierten Parteien die Menschen nicht ernst nehmen.“

Bass bezeichnet es als wichtig, geltendes Recht durchzusetzen. Grundsätzlich stünden Viele den hier lebenden Menschen mit nicht-deutschen Wurzeln positiv gegenüber. Gäben aber Länder wie die Schweiz und Kanada Reisewarnungen für den Osten Deutschlands heraus, „so ist das ein ganz schlechtes Zeichen“. pm

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