Heidenheim / hz Leserbrief eines Taxifahrers zu Uber und Co.

„Meckern hilft nichts“, ist ein typisch schwäbischer Spruch, aber trifft die Sache nicht im Geringsten!

Frau Torebko, hätte sich vorher lieber mit Leuten vom Fach unterhalten und dann einen Kommentar zu der von Herrn Grätz vorgeschlagenen Kennzeichnung von Uber- und Co.-Fahrzeugen vom Stapel gelassen.

Die Aussagen von Frau Torebko klingen genau wie „Wirtshaustratsch“ ohne Hintergrund !

Stinkende, überteuerte und dann auch noch unwissende Taxifahrer, ja klar, nur her damit.

Hintergrund für die geforderte Kennzeichnungspflicht von den Taxiverbänden ist schlicht und ergreifend die Gleichbehandlung aller Unternehmer.

Taxifahren ist eine Dienstleistung, von der jeder erwartet, dass sie 24 Stunden, 365 Tage im Jahr zur Verfügung steht, nur kosten darf sie nichts, Geiz ist geil!

Jeder Unternehmer muß kostendeckend arbeiten und dass heißt, wir müssen die durch die Gesetzgebung geforderten Regeln und Gesetze umsetzen und diese Kosten werden auf jeden gefahrenen Kilometer umgelegt.

Die in Deutschland festgelegten Taxitarife werden von den einzelnen Lankreisen und Städten festgesetzt, nicht durch die Taxiunternehmen selber und durch geeichte Taxameter/Wegstreckenzähler festgehalten.

Es gibt kein, „heute ist viel los, oder dass Wetter ist schlecht“-Tarif!

Wir werden jährlich von den Behörden überprüft, ist das Taxameter geeicht, das Fahrzeug auch als Taxi/Mitwagen versichert, HU und BoKraft auch jährlich, Personenbeförderungsschein, BG, usw. und das Kostet Geld, denn Hosenknöpfe oder vielleicht Aktien von Kleinunternehmern werden nicht akzeptiert.

Ein Taxi kostet ca. 700 Euro pro Monat im Unterhalt, ohne Löhne, Kraftstoff und Reparaturen.

Allein ein Taxi zu versichern, kosten ca. 4000-6000 Euro pro Jahr, wenn sich überhaupt eine Versicherung finden lässt.

Im Fahrpreis ist die MwSt. inbegriffen, also nochmals 7 Prozent bzw. 19 Prozent, die nicht dem Unternehmer gehören.

Uber, Lyft usw., die einen Börsenwert von mehreren Millarden Dollar aufweisen, jährlich 500-600 Millionen Dollar Verlust anhäufen, für was Lobbyismus

Wo und überhaupt werden die Einnahmen versteuert? Ist das Fahrzeug richtig versichert und in einem technisch gutem Zustand? Ansteckende Krankheit usw.“

Da kommt wieder die geforderte Kennzeichnungspflicht für alle Fahrzeuge die gewerblich Personen befördern ins Spiel.

Gleich Rechte, gleiche Pflichten, die auch von den zuständigen Stellen überprüf- und nachvollziehbar sind.

Einen ähnlichen Weg durchschreiten gerade die Apotheken, jeder will sie rund um die Uhr, aber gekauft wird dann im Internet, weil günstiger, aber wehe wenn mal nachts die Aspirin ausgehen, oder das Kind Fieber hat, dann müssen die doch auf haben, oder?!

Ja, Dienstleistung kostet Geld und da hilft auch kein Meckern !

Klaus Stegmaier, Hermaringen