Heidenheim / hz Anlässlich des EU-Projekttag sprach der Grünen-Landtagsabgeordnete Martin Grath an der Heid Tech unter anderem über den Artikel 13 der Urheberrechtsreform.

Seit 2007 gibt es den EU-Projekttag an Schulen. In Heidenheim nutzte der Grünen-Landtagsabgeordnete Martin Grath in diesem Jahr die Gelegenheit, mit rund 60 Jugendlichen an der Heid Tech ins Gespräch zu kommen und mit ihnen über Europa zu diskutieren. Die EU stehe für Demokratie, Wohlstand und Solidarität, erklärte Grath, der überzeugter Europäer ist: „Viele Themen wie zum Beispiel Klimaschutz und das Bekämpfen von Fluchtursachen sind nicht nationalstaatlich zu lösen, sondern global und auf Europa-Ebene.“

Mobilität: Technologien weiterentwickeln

Die Schüler erkundigten sich, wie die Mobilität der Zukunft aussehen könnte. Hier müssten einerseits der öffentliche Personennahverkehr ausgebaut und sich die Verkehrsteilnehmer ressourcenschonend verhalten, Mitfahrgelegenheiten nutzen, Wege per Fuß und Rad zurücklegen. Andererseits gelte es Technologien zu nutzen und zu entwickeln, die nicht von fossilen Brennstoffen abhängig sind. In Kooperationen und Forschungsprojekten gelte es, Lösungen auch in europäischen, internationalen Zusammenschlüssen zu erarbeiten.

Weiterhin interessierte die Schüler Artikel 13 der Urheberrechtsreform, die jüngst das EU-Parlament mit Gegenstimmen der Grünen verabschiedete. Der Grund für die Ablehnung der Reform sei, so Grath, dass dieser Artikel Uploadfilter zum Normalfall mache und damit die Möglichkeiten der freien Meinungsäußerung aufgrund unerfüllbarer Lizenzpflichten einschränke. Fast schon obligatorisch gab daneben der Brexit Diskussionsstoff. „Brexit hat nur Verlierer“, ist sich Grath sicher.