Heidenheim Make Ostwürttemberg: Zukunft wird aus Makern gemacht

Um Innovationen zum Anfassen und zum Mitmachen geht es bei der Make Ostwürttemberg, der ersten Maker-Messe in der Region.
Um Innovationen zum Anfassen und zum Mitmachen geht es bei der Make Ostwürttemberg, der ersten Maker-Messe in der Region. © Foto: Özgür Güvenç - stock.adobe.com
Heidenheim / HZ 19.09.2018
Bei der Make Ostwürttemberg geht es am 22. und 23. September auf dem Stowe Woodword Areal um Innovationen und ums Selbermachen. Die Veranstaltung selbst ist schon eine Innovation für die Region.

Das selbst Erschaffene oder selbst Reparierte, Modifizierte und Verbesserte zählt für Macher und Schaffer. Was daraus entsteht, kann ein Stück Zukunft sein. Genau darum geht es bei der Messe Make Ostwürttemberg, die am Wochenende 22. bis 23. September auf dem Stowe Woodword Areal innovative Unternehmen und technologieorientierte Macher sowie Start-ups zusammenbringen wird. Präsentiert werden neue Technologien und Geschäftsmodelle. Es geht um 3D-Druck, Drohnen, virtuelle Realitäten oder auch künstliche Intelligenz.

Die Macher, im Fachjargon auf englisch sogenannte Maker, kaufen nicht, sondern stellen selbst neue Dinge her oder bauen Existierendes um und Suchen Alternativen zu bestehenden Lösungen. Das Wissen teilen sie in so genannten Hackathons, Maker-Spaces, Co-Labs und Fablabs. Diese offene, auf Teilen und Gemeinschaft ausgelegte Innovationskultur der Maker-Bewegung kann – so sehen es Experten - unsere Gesellschaft und Wirtschaft in den kommenden Jahren radikal verändern.

Die Make Ostwürttemberg will die Weiterentwicklung dieser Basis in der Region Ostwürttemberg und weit darüber hinaus fördern, vor allem, um die Unternehmen der Region zu stärken. Denn die Digitalisierung oder der Einsatz neuer Technologien gepaart mit einer neuen Arbeitskultur gelten als Schlüssel für den weiteren wirtschaftlichen Erfolg der Region.

65 Unternehmen am Start

Welche Bedeutung die Maker-Bewegung für die regionale Arbeitswelt hat, zeigt sich an der großen Anzahl der Unternehmen und Institutionen, welche die Make Ostwürttemberg unterstützen. Hauptsponsoren der Make Ostwürttemberg sind Zeiss, Voith und Hartmann sowie die Kreissparkassen Heidenheim und Ostalb.

Daneben sind weitere 65 Unternehmen mit eigenen Programmpunkten oder Messeständen dabei. Partner der Messe von Beginn an sind Stadt Heidenheim, die IHK Ostwürttemberg, sowie die Städte Aalen, Ellwangen, Giengen und Schwäbisch Gmünd, der Kreis Heidenheim und der Ostalbkreis, der Verein Startup-Region Ostwürttemberg, die Wirtschaftsförderung Ostwürttemberg, die Duale Hochschule Heidenheim, die Hochschule Aalen und die Hochschule für Gestaltung in Schwäbisch Gmünd.

Ausprobieren und Mitmachen

Für die Besucher geht nicht ums „Nur-mal-eben-Vorbeischauen“, sondern ums Mitmachen, Ausprobieren und Erleben. So werden die Stadt Aalen und die GEO DATA GmbH einen Smartcity Hackathon anbieten, bei dem es um die digital vernetzte Stadt der Zukunft gehen wird. Darüber hinaus warten Roboter-Workshops, Drohnenwettkämpfe oder ein Science Fiction-Kinoevent auf die Besucher. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen außerdem die Zukunftsthemen 3D-Druck sowie virtuelle und erweiterte Realitäten. Die Aussteller und Sponsoren bieten Fachvorträge, Workshops und Hackathons zu m Mitmachen an.

„Die Make Ostwürttemberg ist nicht nur eine Messe, sondern auch ein cooles Event“, ist Georg Würffel, der Wirtschaftsbeauftragte der Stadt Heidenheim, überzeugt. Der Event-Charakter der Messe zeigt sich deshalb auch bei der Aufteilung des Messebereichs in verschiedene Zonen: „Business Area“, „Kids Area“, „Maker und Startup-Area“, „Hochschul-Area“, „Food und Event Area“ führen die Besucher durch die Welten der Partner, Aussteller und Sponsoren.

Die Heidenheimer Messe wird als Auftaktveranstaltung dienen. In den kommenden Jahren soll die Make Ostwürttemberg in beteiligte Partnerstädte wandern und zum zentralen Marktplatz für Innovationen, neue Geschäftsmodelle und Talente werden.

In Heidenheim selbst ist die Messe Teil eines großen Projektes zur Wirtschaftsentwicklung. Im Herbst 2019 soll im ehemaligen, gründerzeitlichen Ballenlager auf dem WCM-Gelände das Techno-Lab eröffnen. Als Werkstatt für Maker und Coworkingbereich für Start-ups, Gründer, den typischen schwäbischen Tüftler, junge Nerds, Schüler, innovative Unternehmen und Hochschulteams soll es der Knotenpunkt einer neuen unternehmerischen Generation sein. Schwerpunkte des Techno-Labs werden das so genannte Internet der Dinge sowie die Verbindung von Software, Maschinen und Dingen sein. Es soll zugleich Motor für das von der IHK koordinierte Digitalisierungszentrum Ostwürttemberg werden.

Das Ziel ist klar und alle ziehen an einem Strang, um es zu erreichen: Die „Schaffer“ und „Macher“ der Region vernetzen sich, tauschen sich aus und arbeiten miteinander, um die Region Ostwürttemberg in die wirtschaftliche Zukunft zu führen. Diese trägt nämlich aufgrund ihrer industriellen Prägung, ihrer Innovationskraft und der Stärken ihrer Hochschulen schon lange den Geist der Maker-Bewegung in sich.

Einblick ins Programm: Mitmachen ausdrücklich erwünscht

Vorträge: Rund 20 Themen wie Virtual Reality, selbstfahrende Autos, 3D Druck, Zahlungssysteme der Zukunft, Smart Cities, das Maker movement, Prototypenbau für Alle, und vieles mehr werden aufgegriffen? Gehalten werden sie von Profis, Makern, Studenten, Professoren.

Hackathons und Makeathons finden währen der Veranstaltung statt. Zum Beispiel der Smart City Hackathon von GeoData oder der Hackathon von Paul Hartmann AG oder der Makeathon von Carl Zeiss.

Workshops für Kids und Erwachsene finden nonstop statt: Vom Seife machen bis zum Programmieren reicht die große Auswahl. Auch Lernworkshops wie zum Beispiel für für neue Teamwork-Prozesse oder agiles Arbeiten gibt es.

Aktionen: Drohnenwettkämpfe und Demonstrationen in der Drohnenarea, Gewinnspiel mit Auslosung am Sonntag etwa 17 Uhr, Sci-Fi Event - Kino mit dem Klassiker „Raumpatrouille Orion”, Testen von Robotern und Virtual Reality. Für Kids und Junggebliebene gibt es Spionage-Autos, eine Geräuschmaschine, einen Rennsimulator, eine Kleinwindanlage, Technik-Experimente zum Mitmachen.

Geöffnet ist die Make am Samstag von 10 bis 19 Uhr, Sonntag von 11 bis 19 Uhr.

Karten für die Make Ostwürttemberg gibt es hier.

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