Rennen Macht Heidenheim den Deutschen Rallye-Meister?

Wer lässt diesmal die Korken knallen? Vor einem Jahr siegte Timo Bernhard (damals mit einem Porsche 911 GT3, heuer mit einem Peugeot 207 S2000) bei der Rallye rund um Heidenheim. Falls am Samstag ab 19 Uhr Spitzenreiter Ruben Zeltner ganz vorne stünde, wäre seine Rallye-Meisterschaft perfekt.
Wer lässt diesmal die Korken knallen? Vor einem Jahr siegte Timo Bernhard (damals mit einem Porsche 911 GT3, heuer mit einem Peugeot 207 S2000) bei der Rallye rund um Heidenheim. Falls am Samstag ab 19 Uhr Spitzenreiter Ruben Zeltner ganz vorne stünde, wäre seine Rallye-Meisterschaft perfekt. © Foto: Archiv
Heidenheim / 02.10.2014
Die Entscheidung um den Meistertitel in der Deutschen Rallye-Meisterschaft (DRM) kann am kommenden Wochenende in Heidenheim fallen: Hier steht der zwölfte von 14 gemeinsamen Läufen von DRM und ADAC Rallye Masters auf dem Programm, bei dem Spitzenreiter Ruben Zeltner vorzeitig alles klar machen könnte.

Die Vorzeichen für eine spannende ADAC Rallye Baden-Württemberg am 3. und 4. Oktober könnten nicht besser sein: Der gebürtige Neenstetter Ruben Zeltner startet im Porsche 911 GT3 diesmal mit seinem Bruder Thomas auf dem Beifahrersitz. Beide haben unweit der Wertungsprüfung am Motodrom Weidenstetten die ersten Lebensjahre verbracht. „Wir sind zwar bereits als Kinder nach Österreich gezogen, haben aber auch danach jedes Jahr die Ferien in der alten Heimat verbracht“, berichtet Zeltner. „Deshalb drücken uns viele Verwandte hier die Daumen“. Auch die Entscheidung, dass bei der vielleicht entscheidenden Rallye des Jahres Bruder Thomas auf dem Beifahrersitz Platz nimmt, ist der persönlichen Historie geschuldet. „Eine rein emotionale Entscheidung“, sagt Zeltner: „Wir waren uns einig, dass das für uns beide ein tolles Erlebnis ist“.

Gelingt ihnen auf den 113 Bestzeit-Kilometern der zehn Wertungsprüfungen der Gesamtsieg, dann würde sich Zeltner vor „heimischer Kulisse“ vorzeitig den DRM-Titel sichern. Auch im Rallye-Masters sieht es für den Porsche-Piloten gut aus – rein rechnerisch kann er sich auch hier vorzeitig die Krone aufsetzen.

Freilich kann sich der Tabellenführer keinen Ausfall erlauben: „Auf der einen Seite möchten wir bei der ,Ba-Wü' um den Gesamtsieg mitfahren. Auf der anderen Seite müssen wir jetzt auf Nummer sicher gehen“.

Doch das Starterfeld lässt kein »Bummeltempo« zu: Zeltners Verfolger, allen voran Hermann Gaßner junior (Surheim) und seine Co-Pilotin Ursula Mayrhofer, die im Mitsubishi Lancer R4 mit einem Gesamtsieg die DRM-Titel-Entscheidung noch einmal vertagen könnten. Gaßners Vater Hermann (senior) ist der schärfste Rivale im Kampf um den Gesamtsieg im Rallye-Masters.

Alle Favoriten müssen sich zudem mit einem extrem starken Konkurrenten auseinandersetzen: Vorjahressieger Timo Bernhard (Bruchmühlbach-Miesau) setzt diesmal auf einen Peugeot 207 S2000. Auch der Porsche 911 GT3, mit dem der Le-Mans-Sieger und Sportwagen-Star im vergangenen Jahr den Sieg holte, ist erneut dabei: Ihn pilotiert diesmal der Schwabe Rainer Noller (Abstatt), der auf der Alb bereits zwei Mal den Gesamtsieg holte.

Info Hintergrund-Infos gibt es www.adac.de/rallye-masters und www.adac.de/drm.

Fahrerlager, Zieleinläufe, Wertungsprüfungen: Zwei Tage Rallyezirkus im Überblick

Fahrerlager auf dem Festplatz am Brenzpark, Starts und Siegerehrung vor dem Rathaus und Wertungsprüfungen im Landkreis, an denen man Autos jenseits aller Tempolimits erleben kann – das verspricht einmal mehr der Rallye-Zirkus am 3. und 4. Oktober. Dabei geht es um die ADAC-Rallye Baden-Württemberg, die für die Deutsche Rallyemeisterschaft zählt, darüber hinaus aber auch um die Rallye-Masters und den Citroën-Cup.

Los geht es heuer am Tag der Deutschen Einheit: Am Freitag, 3. Oktober, steht die Besichtigung der Prüfungsstrecken und das Anfertigen der „Gebetbücher“ an. Ab 18.15 Uhr werden die Teams und ihre Fahrzeuge bei einem Show-Start vor dem Heidenheimer Rathaus offiziell präsentiert.

Am Samstag ab 7 Uhr heißt es dann „Drei, Zwo, Eins, Start“. 70 Teams gehen am Samstag auf zehn anspruchsvolle Prüfungen über insgesamt 115 Kilometer.

Die Rallye führt die Teams am Vormittag je zweimal in den Raum Amstetten und Weidenstetten; am Nachmittag geht es dann je zweimal Richtung Kuchener Tal, Nattheim und Giengen. Das bewährte Zuschauer-Leitsystem garantiert kurze und schnelle Wege an die Wertungsprüfungen. In den Service-Pausen ab 9.50, 12.45 und 15.55 Uhr kann man am Brenzpark den Mechanikern bei ihrer Arbeit an den High-Tech-Rennern zusehen und von den Teams Autogramme ergattern. Um 19.10 Uhr wird am Ziel vor dem Heidenheimer Rathaus feststehen, wem 2014 der Sieg im Schwabenland gelungen ist – und womöglich auch der neue deutsche Rallye-Meister.

Programmhefte mit Streckenplänen gibt es unter anderem ab Donnerstag im Rallyezentrum am Brenzpark sowie am Samstag an allen Zuschauerpunkten, die weiträumig ausgeschildert sind. Der Eintritt zu den Wertungsprüfungen ist frei.

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