Heidenheim / Bernd Alexander Lorenz Zum Heidenheimer Beitritt zum interkommunalen Gewerbegebiet („Wiese oder Arbeitsplätze“, HZ vom 29. März)

Stefani Schall-Uhl hat genauso wie Reinhard Püschel Haltung gezeigt, indem sie sich gegen das Gewerbegebiet ausgesprochen hat. Als Andersdenkende und Weitsichtige sah sie sich umgehend niveaulosen Beschimpfungen ausgesetzt: Rudi Neidlein („Wenn es 1000 v. Chr. Grüne gegeben hätte, gäbe es kein Schloss“), Ralf Willuth („Zukunft der Kinder nicht im Ackerbau“) und OB Ilg („den Grünen sind Menschen völlig wurst, Hauptsache Ideologie“).

Kurzfristig bringt das „weiter so“ aus Konsum, Wachstum und Arbeitsplatzversprechen den bequemen Erfolg in Euro. Der wahre Preis wird aber sozial und ökologisch bezahlt mit Billiglöhnen, Zeitarbeit, Klimawandel und Artenschwund. Machen wir uns nichts vor: Das Ende des „immer mehr“ steht bevor, denn wer soll zuletzt das alles noch kaufen und konsumieren, was wir unter unserem Wachstumszwang produzieren. Eine Silhouette aus Industriebrachen erwartet uns. Es muss einfach schiefgehen, wenn man mit Lösungen aus der Vergangenheit versucht, die Probleme der Zukunft zu lösen. Der sorglose und uferlose Flächenverbrauch ist und bleibt Frevel. Der Mensch übersieht dabei immer öfters seine Grenzen.
Bernd Alexander Lorenz
89561 Dischingen