SPD Leni Breymaier wird als Kiesewetter-Herausforderin gehandelt

Eine sichere Kandidatin, allerdings ohne Wohnsitz im Wahlkreis, wäre für die SPD die designierte Landesvorsitzende Leni Breymaier.
Eine sichere Kandidatin, allerdings ohne Wohnsitz im Wahlkreis, wäre für die SPD die designierte Landesvorsitzende Leni Breymaier. © Foto: Foto: SPD
Heidenheim / Silja Kummer 04.08.2016
Roderich Kiesewetter als Bundestagskandidat der CDU steht fest, wer für die SPD bei der Wahl 2017 antritt, darüber wird spekuliert.

Wenn die SPD am 22. Oktober beim Landesparteitag Leni Breymaier als neue Landesvorsitzende bestätigen wird, würde sie auch als Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl 2017 zur Verfügung stehen. Eine äußerst attraktive, weil sichere Kandidatin also, die noch keinen Wahlkreis hat. Umgekehrt hat die SPD für den Wahlkreis Aalen-Heidenheim noch keinen Bewerber. Claudia Sünder, die zuletzt für die SPD antrat, ist nach Berlin umgezogen, Andreas Stoch, Vorsitzender der Landtagsfraktion der SPD, will auch nicht nach Berlin wechseln.

Es gebe Gespräche mit Leni Breymaier, entschieden sei aber noch nichts, bestätigt Andreas Stoch. Zeitdruck gebe es keinen, aber in den nächsten sechs bis acht Wochen soll die Kandidatenfrage entschieden werden, so der Kreisvorsitzende der SPD. Noch nicht involviert ist Stochs Stellvertreter Dr. Florian Hofmann, der zusammen mit Corina Koller im Landkreis Heidenheim für die Kandidatenfindung zuständig sein soll. Er hat in der Aalener „Schwäbischen Post“ von einer möglichen Kandidatur von Leni Breymaier gelesen. „Das wäre schon toll, dann hätten wir sicher jemanden im Bundestag“, sagt Hofmann. Das Gremium zur Kandidatenfindung soll nach den Sommerferien tagen. Der SPD-Landesverband teilt mit, dass Leni Breymaier derzeit im Urlaub sei. „Es wird viel spekuliert, vor allem von den eigenen Genossen“, sagt Sprecherin Stefanie Liepins. Neben Aalen-Heidenheim hoffen wohl auch noch andere Wahlkreise, mit der Spitzenkandidatin ins Rennen gehen zu können. Entschieden sei aber noch nichts, so Liepins, vor Ende der Sommerpause rechne sie auch nicht mit Neuigkeiten.

Leni Breymaier erklärte erst vor kurzem im Landesvorstand ihre Kandidatur zur Vorsitzenden der SPD Baden-Württemberg. Sie ist 56 Jahre alt und lebt in Eislingen im Landkreis Göppingen. Sie ist Landesbezirksleiterin der Gewerkschaft Verdi in Baden-Württemberg. Seit November 2009 ist sie stellvertretende Landesvorsitzende der SPD. Neben dem Wahlkreis Aalen-Heidenheim sollen auch noch andere Wahlkreise ihre Fühler nach Breymaier ausgestreckt haben.

Beziehungen zu den benachbarten Landkreisen hat Breymaier auch auf der persönlichen Ebene: Ihr Mann kommt aus Oberkochen.

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