Heidenheim Landratsamt warnt vor illegalen Straßensammlungen

Mit Zetteln wird für Straßensammlungen geworben, bei denen alle möglichen Gegenstände abgegeben werden können. Das Landratsamt warnt nun davor, sich an diesen Sammlungen zu beteiligen. Der Grund: Sie sind illegal.
Mit Zetteln wird für Straßensammlungen geworben, bei denen alle möglichen Gegenstände abgegeben werden können. Das Landratsamt warnt nun davor, sich an diesen Sammlungen zu beteiligen. Der Grund: Sie sind illegal. © Foto: Sabrina Balzer
Heidenheim / pm 14.08.2018
Zurzeit landen immer wieder Auflistungen von Gegenständen, die abgegeben werden können, bei Haushalten. Allerdings sind diese Aktionen nicht genehmigt.

Wir nehmen alles, was Sie nicht brauchen – so steht es auf kleinen Wurfzetteln, die gerade in vielen Briefkästen im Landkreis landen. Mit dabei ist eine lange Auflistung von Gegenständen, die gesammelt werden.

Das Landratsamt weist darauf hin, dass diese Sammlungen illegal sind, und appelliert an die Bürger, sich an diesen nicht zu beteiligen. Es handele sich bei den Sammlern nicht wie angegeben um eine ungarische Familie, die in Not geraten sei, sondern um eine im süddeutschen Raum flächendeckend agierende Organisation.

Abfälle aus privaten Haushalten, also alle Dinge, die der Besitzer nicht mehr braucht und deshalb loswerden will, müssen nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz grundsätzlich dem zuständigen öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger, also dem Kreisabfallwirtschaftsbetrieb im Landkreis Heidenheim, überlassen werden. Dieser kümmert sich um die ordnungsgemäße Entsorgung.

Ausnahme: ungefährlicher Abfall

Wenige Ausnahmen gelten für nicht gemischte, nicht gefährliche Abfälle wie zum Beispiel Altpapier, Altkleider und Eisenschrott, sofern sie durch eine gemeinnützige oder gewerbliche Sammlung einer ordnungsgemäßen und schadlosen Verwertung zugeführt werden. Solche Sammlungen müssen aber vorher dem Landratsamt angezeigt werden. Außerdem ist die ordnungsgemäße und schadlose Verwertung nachzuweisen. Auf den Wurfzetteln seien außerdem keine Angaben von Verantwortlichen oder Kontaktadressen zu finden, so das Landratsamt. Es sei also völlig unbekannt, wer die Gegenstände vor dem Haus mitnehme und was damit geschehe. Einige der aufgelisteten Gegenstände würden aufgrund ihrer Zusammensetzung sogar als gefährlicher Abfall eingestuft.

Somit bräuchten die Verantwortlichen Fachkenntnisse über den Umgang mit Abfällen und entsprechende Genehmigungen für das Sammeln und den Transport der überlassenen Gegenstände. Bisher seien hierfür keine Anträge gestellt worden. Nicht auszuschließen sei, dass die eingesammelten Gegenstände aussortiert würden und nicht Brauchbares in der freien Landschaft oder an Autobahnparkplätzen lande.

Wilde Entsorgung befürchtet

Das Landratsamt ruft Bürger deshalb dazu auf, sich an diesen Sammlungen nicht zu beteiligen und den Verantwortlichen keine Gegenstände zur Verfügung zu stellen.

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