Heidenheim / Sandra Gallbronner  Uhr
Beim jüngsten Projekt der Caritas-Kinderstiftung werden Schüler des Hellenstein-Gymnasiums kreativ.

Hungernd, ohne fließend Wasser oder Schulbildung – dieses Bild kommt hierzulande vielen Menschen in den Sinn, wenn sie von Kinderarmut hören. „Jeder denkt sofort an Afrika, dabei ist Kinderarmut auch bei uns präsent“, so Laura Moser, die Sozialmanagment an der DHBW Heidenheim studiert und sich gemeinsam mit ihrer Kommilitonin Daniela Ruf für ihre Bachelorarbeit mit dieser Thematik auseinandersetzt.

Kinderarmut entgegenzuwirken, überhaupt erstmal das Bewusstsein dafür zu schaffen, das hat sich die Caritas Ostwürttemberg mit ihrer Kinderstiftung „Knalltüte“, die im Frühjahr vergangenen Jahres gegründet wurde, auf die Fahne geschrieben. Nun gibt es ein neues Projekt: Mit „Kids leben Kunst“ soll Kinderarmut von Jugendlichen visualisiert werden und in die Öffentlichkeit rücken. Moser und Ruf sind bei dem Projekt für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig.

Schüler-Werke werden ausgestellt

Dabei sollen sich die Schüler des Kunstleistungskurses des Hellenstein-Gymnasiums Gedanken über Kinderarmut machen und diese im Unterricht künstlerisch darstellen. Das könne ein Bild, eine Skulptur oder Tonfigur sein, sagt Ruf. Die Werke werden am Ende des Schuljahres beim Schulfest ausgestellt. Die Caritas versuche zudem eine Wanderausstellung zu organisieren, so Ruf.

Darüber hinaus haben Moser und Ruf gemeinsam mit den Schülersprechern des HGs einen Online-Fragebogen erarbeitet, den alle Schüler des Gymnasiums ausfüllen sollen. Dabei soll nicht nur ermittelt werden, ob die Schüler wissen, was Kinderarmut bedeutet und wie viele Kinder betroffen sind, sondern auch wie sie ihre eigene Lebenslage einschätzen. „Schon Kinder, die keine modische Kleidung tragen können, werden schnell ausgeschlossen“, sagt Moser.

Die Ergebnisse fließen in die Bachelorarbeit der beiden Studentinnen ein. In ihrer Arbeit untersuchen sie den Zusammenhang zwischen Kinderarmut und Ehrenamt. „Das Projekt ist unser praktischer Zugang“, sagt Ruf.