Voith Kritik: „Vor vier Jahren hörte das Herz von Voith auf, zu schlagen“

Willi Wolf, Projektsekretär bei der IG Metall Heidenheim.
Willi Wolf, Projektsekretär bei der IG Metall Heidenheim. © Foto: Archiv
Heidenheim / hz 08.07.2017
Voith: Der ehemalige Betriebsratsvorsitzende der Heidenheimer Gießerei erinnert an ein eher dunkles Kapitel.

Willi Wolf, aktuell als Projektsekretär bei der IG Metall Heidenheim tätig, bezieht sich auf die Jubiläums-Veranstaltung von Voith. „Hier wird mit Geld der wirtschaftliche Einfluss öffentlich zelebriert,“ heißt es in seiner Pressemitteilung.

Wolf bezieht sich auf Ministerpräsident Kretschmann, der die Erfolgsgeschichte von Voith angesprochen hat. Und folgert: „Es sind nicht die traditionellen Sparten wie der Papiermaschinenbau, die als Zukunft gesehen werden.

Diese Entwicklung wurde verschlafen, und die Folgen mit dem Abbau von qualifizierten Industriearbeitsplätzen haben die Voithianer zu spüren bekommen. Was bleibt noch übrig vom Voith, fragen sich die ehemaligen Beschäftigten, die im Zuge der Neuausrichtung von Voith ihren Arbeitsplatz verloren haben.“ Und: „Für wen ist es eine Erfolgsgeschichte? Wahrscheinlich für die Familien Voith.“

Die Aussage von Gesellschafterin Ophelia Nick „Wir sind keine Shareholder, wir sind Bewahrer“ – passe überhaupt nicht die Weigerung des Konzerns, der ehemaligen Voith Gießerei 2013 keine finanzielle Unterstützung zu gewähren. So hätte die Gießerei eine Überlebenschance bekommen.

Willi Wolf spricht von nur 1,5 Millionen Euro, der gefehlt habe, um die Arbeitsplätze zu erhalten. Und sagt es deutlich: „Vor vier Jahren hörte das Herz von Voith auf, zu schlagen.“