Heidenheim Kresitag entscheidet über Versorgungszentrum

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Symbolfoto © Foto: dpa/Patrick Seeger
Heidenheim / Günter Trittner 15.07.2018
Der Kreistag entscheidet bei seiner heutigen Sitzung über die Gründung eines medizinischen Versorgungszentrums als Tochtergesellschaft des Heidenheimer Klinikums.

Damit verfolgt der Landkreis als Träger des Klinikums den Zweck, dort ambulant erbrachte Leistungen abrechnen zu können. Diese fallen vermehrt in der vor wenigen Jahren ausgebauten Notaufnahme an. Durch die gestiegene Nachfrage von Patienten, hier erste Hilfe zu erhalten, ist das Klinikum zu einer tragenden Säule der ambulanten Versorgung im Landkreis geworden. Gleichzeitig kann es die dabei entstehenden Kosten nicht annähernd decken.

Mit dem zu gründenden Medizinischen Versorgungszentrum, so steht es in der Sitzungsvorlage für die Kreisräte, verfolgt die dahinter stehende Gesellschaft keine Gewinnerzielungsabsichten. Sondern es geht darum, er bisher unbezahlt erbrachten Leistungen einigermaßen vergütet zu bekommen.

Der Landkreis als Träger des Klinkums sieht darin auch ein „wichtiges strategisches Signal“ für eine Offenheit der Kliniken des Landkreises zum gemeinsamen sektorenübergreifenden Handeln und zur Stärkung der ambulanten Versorgung. Die Gründung soll noch in diesem Jahr erfolgen. Dieser schließt sich dann eine Markterkundung an und die Prüfung des Erwerbs von Kassenarztsitzen. Eingeholt werden muss noch eine verbindliche rechtliche Auskunft der Finanzverwaltung und die Zustimmung des Zulassungsauschusses der Kassenärztlichen Vereinigung. Träger des medizinischen Versorgungszentrums wird eine gemeinnützige Gesellschaft. Der Kreistag erteilt formal einen Weisungsbeschluss an die Vertreter der Gesellschafterversammlung der Kliniken des Landkreises gGmbH.

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