Heidenheim Kreisverwaltung investiert in Gebäudereinigung

Für die Reinigung in den Schulen und Verwaltungsgebäuden des Landkreises wurden neue Verträge abgeschlossen.
Für die Reinigung in den Schulen und Verwaltungsgebäuden des Landkreises wurden neue Verträge abgeschlossen. © Foto: Archiv
Heidenheim / Günter Trittner 07.10.2018
Landkreis vergibt Aufträge im Volumen von 540.000 Euro im Jahr.

Saubere Flächen und eine gute Sicht: Das lässt sich die Kreisverwaltung einiges kosten. Einstimmig hat der Infrastruktur- und Umweltausschuss des Kreistags sechs Lose für die Unterhaltsreinigung und die Glas- und Fensterreinigung im Verwaltungsgebäude an der Felsenstraße und an seinen kreiseigenen Schulen vergeben. 540 000 Euro beträgt das jährliche Volumen.

Beauftragt wurden die Firmen Kieffer und Schwarz, die sich bei der europaweiten Ausschreibung durchgesetzt haben. Ihr Vertrag gilt für die Jahre 2019 bis 2021.

Die von Kreisrat Alfons Jakl aufgeworfene Frage, ob diese Dienstleistungen teurer geworden seien, konnte Peter Sinzel, der Fachmann für das Immobilienmanagement im Landratsamt, so direkt nicht beantworten. Denn teilweise seien die laufenden Verträge bereits acht und neun Jahre alt gewesen. In dieser Zeit hätten sich Leistungsanforderungen verändert, Putzflächen seien weggefallen und andere dazugekommen. Zur Erstellung der neuen Leistungsverzeichnisse für die jetzige Ausschreibung habe man sich sogar externen Rat geholt. Die erzielten Ergebnisse, so Sinzel, deckten sich aber durchaus mit den Vorstellungen der Verwaltung. „So haben wir es auch für den Haushalt 2019 geplant.“

Dass aus dem Kreis von 14 Angeboten einige ausgeschieden werden mussten, begründete Sinzel mit „handfesten Fehlern“ in den eingereichten Unterlagen. So hätten etwa Musterreinigungsverträge gefehlt, in denen der Lohn für die Angestellten verzeichnet sei. Das Ausschreibungsverfahren habe der Landkreis bewusst so gestaltet, dass die Reinigungsqualität nicht unter Zeitdruck gerate und es auch nicht zu einem ruinösen Preisdruck unter den Bietern komme.

Ein Spaß zum Schluss

Kreisrat Ulrich Grath (Freie Wähler) konnte sich nach der vor wenigen Tagen geführten Diskussion über die Ausgliederung der patientenfernen Dienstleistungen am Klinikum ein Späßchen nicht verkneifen. Angesichts eines Auftragsvolumens von gut einer halben Million Euro könnte man doch auch hier an die Gründung einer Servicegesellschaft denken.

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