Berufe Kreis Heidenheim: Am Wasser hängen viele Jobs

Trinkwasser spielt im wasserreichen Landkreis Heidenheim eine besondere Rolle – auch weil an der Wasserversorgung hunderte Jobs hängen.
Trinkwasser spielt im wasserreichen Landkreis Heidenheim eine besondere Rolle – auch weil an der Wasserversorgung hunderte Jobs hängen. © Foto: Archiv/räp
Kreis Heidenheim / 22.03.2016
Seit mehr als 20 Jahren wird am heutigen 22. März der Weltwassertag gefeiert, um auf die vielfältige Bedeutung des Wassers für Mensch und Natur hinzuweisen. Im Landkreis hat Wasser einen ganz besonderen Stellenwert.

Im Jahr 1992 von den Vereinten Nationen in Rio de Janeiro beschlossen, widmet er sich der Weltwassertag jedes Jahr einem anderen Thema. Heuer steht er unter dem Motto „Wasser und Arbeitsplätze“. In Deutschland sind Arbeitsplätze in der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung vielseitige und krisenfeste Beschäftigungen mit Zukunft. Schließlich ist jeder Mensch auf sauberes Wasser angewiesen.

Der Landkreis Heidenheim gehört in Baden-Württemberg zu den grundwasserreichsten Landkreisen. Über 43 Millionen Kubikmeter Grundwasser werden hier jährlich gefördert, berichtet Udo Awiszus vom Fachbereich Bau und Umweltschutz des Landratsamts. Davon werden alle 130 000 Bewohner des Landkreises von kommunalen Wasserversorgern und -verbänden sowie zusätzlich rund drei Millionen Menschen in Baden-Württemberg vom Zweckverband Landeswasserversorgung Stuttgart mit Trinkwasser versorgt.

Grund-, Trink- und Hochwasser

Dieser „Schatz“ bietet rund 200 Menschen im Landkreis Arbeit, beispielsweise in technischen Berufen als Wassermeister bei den Kommunen oder in den Verwaltungen der Wasserversorger. Die Landeswasserversorgung als zweitgrößter Wasserversorger im Land beschäftigt sogar 267 Menschen. Hoch spezialisierte und neue technische Verfahren, etwa bei der Trinkwasserenthärtung erfordern dabei ein hohes Maß an Qualifikation und Vielseitigkeit.

„Auch die öffentliche Verwaltung bietet attraktive Arbeitsplätze im Bereich der Wasserwirtschaft“, so Katrin Ilg vom Landratsamt: Vielfältige und umfassende Aufgabenbereiche von der Abwasserbeseitigung über den Grund- und Trinkwasserschutz sowie den Hochwasserschutz bis hin zur nachhaltigen Entwicklung von Oberflächengewässern sind zu bearbeiten. Dementsprechend findet sich in diesem Bereich vom Bauingenieur und Abwassertechniker über den Biologen und den Chemiker bis hin zum Geologen und Juristen ein buntes Ausbildungsspektrum.

Einerseits geht es um die Grundversorgung der Bevölkerung und den Schutz der Menschen im Falle einer Hochwasserkatastrophe. Andererseits rückten in den vergangenen Jahren immer mehr die Ökologie und der Schutz der Gewässer vor menschlichen Einflüssen in den Focus der Bemühungen. Bestes Beispiel im Landkreis sind die umfangreichen Renaturierungsmaßnahmen an der Brenz, die unter der Federführung des Regierungspräsidiums stattfanden.

Nicht vergessen werden darf der größte Arbeitgeber im Landkreis: Voith beschäftigt in der Sparte Voith Hydro weltweit rund 5000 Menschen. Seit 140 Jahren beschäftigt sich die Firma mit der Nutzung des Wassers als regenerative Energiequelle.

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