Konzert der Kontraste in der Waldorfschule Heidenheim

Hochvirtuose Blockflötistin: Dorothee Oberlinger kommt mit ihrem „Ensemble 1700“ zum Meisterkonzert „bianca e oscura“ in die Heidenheimer Waldorfschule.
Hochvirtuose Blockflötistin: Dorothee Oberlinger kommt mit ihrem „Ensemble 1700“ zum Meisterkonzert „bianca e oscura“ in die Heidenheimer Waldorfschule.
13.02.2012
Dass Barockmusik trotz ihrer Klassifizierung „Alte Musik“ kein bisschen altmodisch und angestaubt ist, stellen am Sonntag (26. Februar, 20 Uhr) in der Heidenheimer Waldorfschule fünf Musiker unter Beweis.

Die Mitglieder des „Ensemble 1700“ gelten international als Spezialisten in Sachen Barock. Gründerin ist die Blockflötenvirtuosin Dorothee Oberlinger, machten bereits im Rahmen der Heidenheimer Opernfestspiele von sich reden.

„bianca e oscura“ ist der vielversprechende Titel des barocken Kammerkonzertes, das Oberlinger samt Ensemble geben wird. „Hell und Dunkel“ oder poetischer „Licht und Schatten“ könnte er hierzulande heißen - klar ist: Es geht um Kontraste.

Allein die Kombination der Soloinstrumente kann als ein solcher gesehen werden: Fagott und Blockflöte – unterschiedlicher können zwei Holzblasinstrumente kaum sein. Und beide Stimmen sind prominent besetzt. Fagott spielt der italienische Ausnahmemusiker und ARD-Wettbewerbspreisträger Sergio Azzolini; Dorothee Oberlinger, Echo-Klassik-Gewinnerin und „Königin der Blockflöte“, übernimmt den komplementären Part.

Auch das Programm des Abends unterstreicht dieses musikalische Spiel zwischen Hell und Dunkel, Licht und Schatten. So treten die beiden Solostimmen in den Triosonaten von Georg Friedrich Händel und Antonio Vivaldi in virtuosen Dialog.

Deutsche und italienische Komponisten, deren Musik zum affektreichen „stile moderno“ des Venedigs um 1600 sowie zum spätbarocken Triosonatenstil gehört – das ist der Tenor des Konzertprogramms. Dabei schreckt das „Ensemble 1700“ auch nicht vor eher unbekannten Namen wie Philipp Friedrich Buchner, Johann Friedrich Fasch oder Dario Castello zurück, deren Werke (zu Unrecht) nicht zu den Hits gehören, jedoch stilistisch einen kongenialen Dialog voll klanglichen Kontrasts versprechen.

Vorverkauf im Ticketshop des Heidenheimer Pressehauses (Tel. 07321.347139).