Heidenheim Fast 400 Verkehrssünder in der Innenstadt erwischt

„Guten Tag, Sie wissen schon?“: Die Kontrollen auf der Grabenstraße werden fortgeführt
„Guten Tag, Sie wissen schon?“: Die Kontrollen auf der Grabenstraße werden fortgeführt © Foto: Christian Thumm
Heidenheim / Karin Fuchs 25.05.2018
Das Durchfahrtsverbot in der Heidenheimer Grabenstraße und das Parkverbot am Friedrich-Degeler-Platz wird noch nicht so richtig durchgesetzt. Die Polizeibehörde will dranbleiben.

Anfang des Jahres hatte die Stadtverwaltung einen neuen Kurs angekündigt, der gegen Falschfahrer und Falschparker an der Grabenstraße und rund ums Rathaus gefahren werden soll. Dort ist die Situation seit Jahren unverändert: Die eigentlich nur für Busse, Taxen und Anlieger gedachte Grabenstraße wird täglich von Hunderten von Fahrzeugen als Abkürzung in Nord-Süd-Richtung benutzt. Die Konsequenz ist freilich, dass die Grabenstraße ihren von den Stadtplanern avisierten Charakter als verkehrsberuhigte Straße zunehmend verliert.

Von der Ausnahme zur Regel

Das Rezept der Stadt: weg von punktuellen hin zu systematischen Kontrollen. Starten sollte diese Verkehrsüberwachung im März mit Hilfe der Mitarbeiter des neuen kommunalen Ordnungsdienstes.

Die Bilanz nach knapp drei Monaten: Von einer systematischen Kontrolle ist die Ordnungsbehörde zwar noch entfernt, doch erwischt hat es dennoch schon etliche Autofahrer. Sieben mal haben die Mitarbeiter der städtischen Polizeibehörde seitdem den Verkehr auf der Grabenstraße kontrolliert. Ebenso im Blick war dabei der Rathausplatz, der trotz Ausweisung als Fußgängerzone gerne als Abkürzung genutzt wird. Auch der Polizeivollzugsdienst zeigt derartige Verstöße an. Das Ergebnis: 99 Verkehrsteilnehmer mussten 20 Euro Ordnungsgeld bezahlen..

Mehr Parküberwachung

Sehr viel häufiger wird laut Auskunft der Stadtverwaltung im ruhenden Verkehr kontrolliert. Im Blickpunkt steht der Friedrich-Degeler-Platz, der als Fußgängerzone ausgewiesen ist und eigentlich nur vom Lieferverkehr oder von Krankentransportwagen aufgesucht werden darf. Doch wird dieser Platz regelmäßig als Parkplatz missbraucht, oftmals von hochpreisigen Karossen. 272 derartige Parkverstöße wurden laut Stadtverwaltung seit Jahresbeginn zur Anzeige gebracht. In diesem Fall wird der Strafzettel auf 30 Euro ausgestellt.

„Nur regelmäßige Kontrollen werden zu einer Besserung in diesen Bereichen führen“, ist Frank Zimmermann vom Fachbereich Sicherheit und Ordnung überzeugt. Deshalb kündigt er an, dass der die Mitarbeiter des Ordnungsdienstes auch weiterhin bei den Kontrollen am Ball bleiben werden.

„Das machen doch alle“: Wenn es erst mal läuft . . .

Je mehr Falschfahrer es vormachen, desto mehr machen es nach. Im Fall der Grabenstraße führte zum Beispiel die Sperrung der Ploucquetstraße zu erheblich mehr Durchfahrten.

Auch die Marienstraße wird am ZOH fast pausenlos falsch in Richtung HZ befahren. Wenn vor einem drei Autos illegal abbiegen, kommt es einem einfach problemlos vor, dies auch zu tun.

Völlig tabu ist hingegen die illegale Abkürzung über den ZOH, dessen Busspuren zwischen Brenz- und Olgastraße nie von Falschfahrern benutzt werden. Es macht keiner vor, es macht keiner nach.

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