Heidenheim Kommentar zum Immobilienmarkt: „Wer soll das bezahlen?“

Ein Kommentar von Thomas Zeller.
Ein Kommentar von Thomas Zeller. © Foto: Archiv
Heidenheim / hz 10.02.2019
Jahrelang war die Immobilienblase weit entfernt von Heidenheim. Doch wie sieht es heute aus? Ein Kommentar von Thomas Zeller.

Jahrelang war die Immobilienblase weit entfernt von Heidenheim. Überhöhte Preise wurden nach Ansicht vieler Menschen vor allem in Großstädten wie Stuttgart, München oder Köln gezahlt. Doch bei genauerer Analyse der Zahlen zeigt sich, dass es mittlerweile Übertreibungen auch bei uns gibt. In nicht einmal zehn Jahren sind Ein- und Zweifamilienhäuser in Mergelstetten um 71 Prozent teurer geworden.

Bei den Preissteigerungen für Eigentumswohnungen kann Heidenheim sogar schon mit den gerade genannten Großstädten mithalten. Da stellt sich die Frage, wer das noch bezahlen soll und kann. Gerade für Familien gibt es in Heidenheim nur ein sehr begrenztes Angebot an Wohnungen. Die Suche nach einer günstigen Immobilie wird aufgrund des begrenzten Angebots immer langwieriger und schwieriger.

Und selbst wer zu den aktuellen Preisen eine Wohnung kaufen möchte, steht vor dem Dilemma, das der Markt in der Stadt fast komplett leergefegt ist. In der Folge weichen viele Interessenten auf die stadtnahen Gemeinden aus. Der Bevölkerungszuwachs, der daraus in Nattheim, Königsbronn oder Steinheim entsteht, sollte die Verwaltung zum Nachdenken bewegen.

Wäre es nicht statt der Genehmigung hunderter Studenten-Apartments sinnvoll gewesen, weitere Flächen für „normale“ Wohnungen und Häuser auszuweisen? Vermutlich ja. Denn Heidenheim muss noch viel mehr tun, um für Stadtbewohner und Neuankömmlinge attraktiv zu bleiben. Denn Fachkräfte, die keine bezahlbaren Wohnungen oder Häuser finden, kommen erst gar nicht.

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