Betreuung Kita-Plätze: Landkreis schafft die Quote nicht

Betreuung auch für die ganz Kleinen. Bei der Kleinkind-Betreuungsquote holt der Landkreis Heidenheim auf, liegt laut Statistik inzwischen bei 22 Prozent.
Betreuung auch für die ganz Kleinen. Bei der Kleinkind-Betreuungsquote holt der Landkreis Heidenheim auf, liegt laut Statistik inzwischen bei 22 Prozent. © Foto: Archiv/Oliver Vogel
Kreis Heidenheim / Karin Fuchs 15.07.2013
Der Landkreis Heidenheim hat innerhalb der letzten zwölf Monate stark aufgeholt beim Ausbau der Betreuungsplätze für Kleinkinder. Doch die landesweit angestrebte Quote von 37 Prozent zum 1. August wird noch immer verfehlt.

Am Montag stellte Kultus-Staatssekretärin Marion von Wartenberg gemeinsam mit Vertretern des Statistischen Landesamtes in Stuttgart die aktuellen Zahlen vor und versprach dabei, dass im kommenden Jahr für gut jedes dritte Kleinkind ein Betreuungsplatz bereitstehen werde. Zum Stichtag 1. März 2013 waren laut Erhebung des Statistischen Landesamtes im Landkreis Heidenheim 664 Kinder unter drei Jahren in der Kindertagesbetreuung.

Damit liegt der Landkreis zwar mit einer Betreuungsquote von 22 Prozent unter dem Landesdurchschnitt. Beim Ausbau der Plätze indes hat der Landkreis im vergangenen Jahr überproportional stark aufgeholt. Mit dem Stichtag vor Augen brachte der Endspurt ein Plus von 14,1 Prozent an Betreuungsplätzen.

Neues Themenheft vorgestellt

Sprachförderung von Kleinkindern wird immer wichtiger. Auch darauf wurde hingewiesen, als das im Rahmen der Bildungsberichterstattung erstellten Themenheft „Frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung in Baden-Württemberg“ vorgestellt wurde.

Die Befunde der Einschulungsuntersuchung wiesen bei rund jedem vierten Schulanfänger des Einschulungsjahrgangs 2011/12 einen intensiven Sprachförderbedarf aus, im Landkreis Heidenheim waren dies genau 24,7 Prozent der Kinder, womit man hier leicht unter dem Landesdurchschnitt liegt.

Zusammenhängen mag dies mit der Zahl der Kinder mit Migrationshintergrund, die ebenfalls leicht unter dem Landeswert liegt.

Bei 21,2 Prozent der Kinder in Kindertageseinrichtungen wird in der Familie nicht Deutsch gesprochen, landesweit sind es über 24 Prozent.