Heidenheim/Schnaitheim Heidenheim und Schnaitheim: Kinderfeste im Doppelpack

Heidenheim/Schnaitheim / Holger Scheerer 08.07.2018
An zwei Orten gleichzeitig standen am Samstag die Kinder im Mittelpunkt: in Heidenheim und in Schnaitheim. Im Vorort wurde das Kinderfest mit dem traditionellen Dorffest kombiniert, in Heidenheim mit dem Familienfest im Brenzpark.

Den Festtag begannen die Heidenheimer: Rund 1500 Kinder der Klassen eins bis vier aus den neun Heidenheimer Grundschulen setzten sich in der Fußgängerzone gegen 13 Uhr mit bunt gemalten Bildern und phantasievoll gestalteten Kostümen in Bewegung. Ziel des Umzuges war der Festplatz im Brenzpark, wo die Kinder bereits von zahlreichen Eltern, Verwandten und Zuschauern erwartet wurden.

Angeführt wurde der Umzug von den 70 Kindern der Freien Evangelischen Schule unter dem Motto „Da staunst Du!“. Die 180 Schüler der Mittelrainschule hatten sich dem bunt gestalteten Thema „Regenbogen über dem Brenzpark angenommen. „Große Künstler dieser Welt“ lautete das Motto bei den Kindern der Friedrich-Voith-Schule. Hier erregten besonders die farbenfroh gestalteten Hundertwasser Bilder die Begeisterung des Publikums im Brenzpark.

Die einen machen Oper, die anderen zeigen die Vielfalt

Die Teilnehmer des Umzuges konnten sich während des ganzen Verlaufs über musikalische Unterstützung freuen. Gleich drei Musikkapellen und sogar ein ganzes Orchester marschierten mit in der Kolonne. Für den richtigen Takt sorgten neben den Musikvereinen Oggenhausen, Auernheim und Söhnstetten, auch das Städtische Blasorchester Heidenheim, das den Festzug anführte.

Die rund 300 Kinder der Bergschule hatten sich das Motto „Bunte Vielfalt – aus diesen Ländern kommen wir“ ausgewählt. Jedes Kind marschierte mit seiner von ihm selbst gestalteten Länderflagge im Festzug.

Etwas Besonderes hatten sich auch die Schüler der Grundschule Reutenen einfallen lassen. Bei ihrem Thema „Reu-Tier OH“ handelte es sich um ein von der Bundeskulturstiftung gefördertes Projekt, das Künstler und Kinder zusammenbringen will. Ein ganzes Schuljahr lang waren alle Klassen in den Kosmos Oper eingetaucht. Sogar ein Singspiel wurde erarbeitet und bereits am Freitag im Brenzpark uraufgeführt.

Die Kinder der Christophorusschule überraschten mit dem schlichten Motto „Blumenwiese“, was sich als passend zum voll in Blüte stehenden Brenzpark erwies. Mit rund 350 Schülern stellte der Schulverbund Heckental das größte Kontingent des Umzugs. Hier hatte man sich das Thema „Bunte Vielfalt“ ausgesucht, wodurch man den Zuschauern die große kulturelle Vielfalt der Heckentalschule präsentieren wollte. Die Kinder der Ostschule liefen als letzte Gruppe unter dem Motto „Bunter Brenzpark“ auf dem Festplatz ein.

Heidenheim steht hinter Schulen

Alle Kinder und Gäste wurden von Oberbürgermeister Bernhard Ilg am Mikrofon nochmals begrüßt. Ilg betonte die herausragend wichtige Rolle, die gerade die Grundschulen bei der großen Aufgabe Integration zu erfüllen hätten. Ilg machte aber auch deutlich, dass die Stadt nicht gewillt sei, die Schulen bei ihren wichtigen Aufgaben im Regen stehen zu lassen. Mit großer Überzeugung wies Ilg daher auf das kommunal weit überdurchschnittliche finanzielle Engagement der Stadt Heidenheim für die Kinderbetreuung hin.

In Schnaitheim geht's weiter

Während sich die Heidenheimer Kinder bereits mit Spaß und Spannung an den Spielstationen im Brenzpark vergnügten, ging der Umzug für die Schnaitheimer Kinder der Hirscheckschule gegen 14.30 Uhr erst richtig los. Für die musikalische Unterstützung sorgten hier der Musikverein Schnaitheim und der Sängerbund.

Der traditionelle Umzug führte die Kinder auf den Festplatz an der Turn- und Festhalle, die leider immer noch unter Sanierungsarbeiten zu leiden hat und deshalb nicht bezogen werden konnte.

Doch in Schnaitheim ließ man sich beim Vorhaben gemeinsames Dorf- und Kinderfest nicht aus der Fasson bringen. Und so kam die Stadt den Veranstaltern von der Dorfgemeinschaft mit der Aufstellung eines großen Zeltes entgegen.

Gegen 15.30 Uhr eröffnete dann Oberbürgermeister Bernhard Ilg dritte gemeinsame Schnaitheimer Dorf- und Kinderfest. Und zwar mit seinem legendären (um nicht zu sagen sogar etwas berüchtigten) Schnaitheimer Fassanstich.

Drei Schläge und das Bier floss beim Dorffest

In den vergangenen beiden Jahren war Oberbürgermeister Bernhard Ilg etwas vom Pech verfolgt: Der Fassanstich beim Schnaitheimer Dorffest wurde zu einer spritzigen Angelegenheit für die ersten Bankreihen.

Ilg trug es mit Humor: „Ich finde es ja nicht sehr schön, wenn ausgerechnet die Leute, die ich am besten kenne, schon in Deckung gehen, wenn ich zum Hammer greife.“

Doch alle Befürchtungen waren unbegründet: Entschlossen, mit sicherer Hand und mit zwei, drei Hieben trieb Ilg den Zapfen ins Fass und ließ das Bier strömen.Das Fest konnte beginnen.

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