Bürgermeisterwahl Kiet Ho wollte auch Nachfolger von Rainer Domberg werden

Wollte, dass die Bürgermeisterwahl „etwas bunter“ wird: SPD-Vorstandsmitglied Kiet Ho Hoang.
Wollte, dass die Bürgermeisterwahl „etwas bunter“ wird: SPD-Vorstandsmitglied Kiet Ho Hoang. © Foto: Markus Brandhuber
Silja Kummer 13.01.2018
Der vietnamesischstämmige Kiet Ho Hoang bedauert, dass er am 25. Januar nicht zur Wahl stehen wird.

Am 25. Januar wählt der Gemeinderat den Nachfolger von Bürgermeister Rainer Domberg und in den letzten Tagen drehte sich alles um die beiden Kandidaten Olaf Bernauer, der seine Bewerbung zurückgezogen hat, und Simone Maiwald, die als einzige noch zur Wahl stehen wird.

Ursprünglich gab es aber sieben Bewerber für dieses Amt, von denen sich fünf dem Verwaltungs- und Finanzausschuss des Gemeinderats vorgestellt hatten. Dieser wiederum hatte sich auf die zwei Bewerber Bernauer und Maiwald geeinigt, über die der Gemeinderat abstimmen sollte.

Gute, gelungene Integration

Jetzt meldet sich der Heidenheimer Kiet Ho Hoang zu Wort, der sich auch beworben hatte und Mitglied im Vorstand der Heidenheimer SPD ist. „Ich bin sehr enttäuscht, dass unsere Partei jetzt keinen Kandidaten mehr hat“, sagt er.

Ihm sei es nicht darum gegangen, tatsächlich Bürgermeister zu werden, „die Aufgabe ist vielleicht ein bisschen zu schwierig für mich.“ Ho Hoang, gebürtiger Vietnamese und seit 40 Jahren deutscher Staatsbürger, wollte mit seiner Kandidatur ein Zeichen setzen „für Demokratie und gute, gelungene Integration“.

Ihm sei gesagt worden, dass er wegen mangelnder Verwaltungserfahrung als Bewerber abgelehnt wurde. „Ich vermute aber eher politische Gründe“, so Ho Hoang. Man habe wohl zu fest mit dem Sieg von Olaf Bernauer gerechnet, denn eigentlich gehöre die Stelle ja der SPD.

Gleichwohl hat Ho Hoang kein Zutrauen in Simone Maiwald. Sie sei Spezialistin für Kultur und habe bisher auch bei anderen Bewerbungen keinen Erfolg gehabt, meint Ho Hoang.

Auch wenn ihm klar ist, dass am bisherigen Verfahren nichts mehr zu ändern ist, war es Kiet Ho Hoang wichtig, dass die Heidenheimer noch von seiner Kandidatur erfahren. „Schließlich ging es mir darum, dass die Wahl etwas bunter wird“, sagt er.