Heidenheim / HZ/Catrin Weykopf  Uhr
Ist der Treff vorm Rewe ein Brennpunkt? Streetworker Hüseyin Günes hat nicht nur eine Meinung, er hat vor allem Erfahrung. Und einen Vorschlag, wie Anwohner und Jugendliche sich gegenseitig besser verstehen könnten. Mehr dazu im HZ-Podcast.

Freitagabends vorm Rewe-Supermarkt am Ploucquet-Areal in Heidenheim: Bis zu 300 Jugendliche treffen sich, trinken, hören Musik. Und: hinterlassen Abfall, stören die Nachtruhe und bisweilen landen Flaschen oder - schlimmer - Urin in den Gärten der Anwohner.

Dieser regelmäßig stattfindende, spontane Jugendtreff beschäftigt die Stadtverwaltung gleichermaßen wie die Polizei, den Ordnungsdienst, den Supermarkt-Betreiber und die Mitarbeiter der Stadtreinigung. Nicht wenige, darunter auch Kommunalpolitiker, sind deswegen der Meinung, der Freitagstreff ist nicht nur ein Freitagstreff, sondern der Ort ist ein Brennpunkt und dagegen müsse man etwas tun.

Können die sich nicht woanders treffen?

In der neuen Episode des HZ-Podcasts „Unterm Dach“ geht es genau um diese Fragen: Können sich die Jugendlichen nicht woanders treffen? Warum räumen sie ihren Müll nicht weg? Muss das alles sein?

Hüseyin Günes, Streetworker bei der Stadt Heidenheim, hat zu diesen Fragen nicht nur eine Meinung, er hat vor allem Erfahrung. Günes geht regelmäßig selbst freitags zum Treff am Rewe, spricht mit den Jugendlichen, macht sich ein Bild. Seine Rolle ist dabei eine schwierige: Sowohl die Jugendlichen als auch die Anwohner und die Stadt haben je eigene Erwartungen. Günes steht als Mittler vor Ort dazwischen.

Unterm Dach am Mikrofon: HZ-Redakteurin Catrin Weykopf und Streetworker Hüseyin Günes.
© Foto: Markus Brandhuber

Im Gespräch mit HZ-Redakteurin Catrin Weykopf erklärt er im Podcast, warum der Ort für die Jugendlichen trotz aller Einwände wichtig ist, was dort eigentlich genau passiert (und was nicht) und warum sich ausgerechnet dort am Brenzufer so ein Ort entwickeln konnte.

Ein Vorschlag zur Verbesserung

Günes beschreibt, welche Gruppen sich dort treffen und woher die jungen Leute kommen. Und: Er hat einen Vorschlag im Gepäck, wie das Zusammenleben zwischen Jugendlichen und Anwohnern ein Stück weit verbessert werden könnte.

(Play drücken und los geht’s)

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Die Anwohner nennen es Lärmbelästigung, die Stadtverwaltung Vermüllung. Das sagen die Jugendlichen selbst:

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Bildergalerie Rewe: Treffpunkt für Jugendliche