Heidenheim 700 Hörner ertönten von Schloss Hellenstein

Heidenheim / Andreas Uitz 01.07.2018
Rund 700 Jagdhornbläser versammelten sich gestern um zu zeigen, was sich aus ihren Instrumenten herausholen lässt.

Aus allen Teilen des Landes folgten sie dem Ruf nach Heidenheim, die Jäger, die sich neben der Jagd auch dem Brauchtum und der Musik verschrieben haben. Rund 700 Jagdhornbläser kamen in die Stadt, um sich zu treffen und zu messen. Denn neben dem geselligen Teil fanden gestern auch den ganzen Tag über Wertungsspiele statt, bei denen die Gruppen und einzelne Musiker unter Beweis stellten, dass das Instrument mehr hergibt, als nur Signale zu blasen.

Das frühere Handy

„Das Jagdhorn war früher das, was heute das Handy ist“, sagte der Grünen-Landtagsabgeordnete Martin Grath bei der Eröffnung des Landesbläsertreffens am Samstagnachmittag. „Es diente der Übermittlung von Nachrichten unter den Jägern.“ Er freue sich, dass es auch heute noch so viele Jäger gebe, die sich „mit großer Inbrunst dieser Tradition verschrieben haben.“ Der Landesobmann der Jagdhornbläser, Walter Löw, bezeichnete das Treffen in Anlehnung an die Opernfestspiele als „Jagdhornfestspiele.“ 44 Bläsergruppen, dazu 13 Kleinformationen hatten sich zu der Veranstaltung angemeldet.

„Was wäre die Jagd ohne Bläser“, sagte Oberbürgermeister Bernhard Ilg bei der Eröffnung und verwies darauf, dass die Jagd besonders in Heidenheim eine große Rolle spielt, weil die Stadt mit einem Anteil von 60 Prozent die waldreichste Stadt in ganz Baden-Württemberg sei. „Die Jäger leisten einen unschätzbaren Dienst.“

Nach den einzelnen Wertungsspielen versammelten sich die Jagdhornbläser auf dem Schlossberg gestern nachmittag zum gemeinsamen Abschlusskonzert vor zahlreichen Zuschauern. Bis in die Innenstadt war die Musik zu hören, die hier lautstark ertönte.

Brücke in die Gesellschaft

Bei der Abschlussveranstaltung betonte der Landesjägermeister Dr. Jörg Friedmann die Bedeutung der Jagdhornbläser als „Botschafter der Jagd und als Brücke in die Gesellschaft.“ Alle Teilnehmer hätten wochenlang geprobt um sich auf das Treffen vorzubereiten.

Kreisjägermeister Jürgen Bohnert, der in Heidenheim für die Organisation der Großveranstaltung verantwortlich zeichnete, war mit dem Erfolg äußerst zufrieden: „Es war beeindruckend und alles hat prima geklappt.“

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