Start Integratives Gesundheitshaus weckt viele Erwartungen

Heidenheim / hz 12.12.2016
Der Startschuss für ein integratives Gesundheitshaus weckt viele Erwartungen. OB Ilg sichert eine weitere Unterstützung zu.

Für Carmen Eppel war es noch am Samstagvormittag „nahezu unfassbar.“ In nur neun Monaten hatten die Frauenärztin und ihre Mitstreiterinnen im Verein Therapie-Raum nicht nur den Plan für ein integratives Gesundheitshaus gefasst, sie haben dafür ein passendes Gebäude gefunden, die Mittel für die Finanzierung aufgebracht und eine Konzeption erarbeitet.

Die vielen Gäste, die nun zum ersten Spatenstich für die noch anstehenden Umbauarbeiten zur August-Lösch-Straße 26 gekommen waren, konnten schon in allen Etagen des bislang als Bürohaus genutztes Gebäudes ausgeschildert ablesen, welche Zwecke hier verfolgt werden sollen. Wie schnell und konzentriert der dafür gegründete Verein Therapie-Raum gearbeitet hat, mag noch ein anderes Datum anzeigen. Erst am 6. Dezember 2016 war der Kauf abgewickelt worden.

„Wir haben Anker geworfen für die Zukunft“, meinte Dr. med. Urte Riggers, die wie Carmen Eppel, Sarah Cosima Oran und Christine Zink-Scharpf Vorstandsfrau des Verein Therapie-Raum ist. Und diese Zukunft sieht in den beiden oberen Etagen verschiedene Arztpraxen und therapeutische Einrichtungen vor und darunter soziale Stätten, welche ihren Teil dazu beitragen, dass Gesundung nicht nur dem Körper, sondern auch Seele und Geist zuteil wird. Dazu gehört eine Begegnungsstätte, dazu gehört eine Waldorf-Kindergruppe, dazu gehören Musik, Film und Gespräche. Vom Säuglingsalter an bis hin zu den Altersgebrechen soll sich der Mensch in diesem Haus der Gesundheit wohl behütet wissen.

Dem Anspruch einer ganzheitlichen Wahrnehmung des Menschen steht bei den Verantwortlichen das Wissen gegenüber, dass dieses Haus selbst nur ein Mosaikstein sein kann. Für Carmen Eppel war der Samstag deswegen ein Tag des Dankes für alle Hilfen und des Verweises auf das große Netzwerk, in welches das integrative Gesundheitshaus eingebunden sein wird. Vom Kinderschutzbund über das Haus der Familie, die VHS, den Stadtseniorenrat bis zum Bürgerhaus und der Kreisärzteschaft reicht die Liste der Partner.

Partner waren auch die Stadt Heidenheim und Bundestagsabgeordneter Roderich Kiesewetter, der mitgeholfen hat, Bundesmittel freizumachen. Bei Bürgermeister Bernhard Ilg bedankte sich Eppel, so schnell einen Termin bekommen zu haben. „Er hat sofort den Mehrwert für die Kommune erkannt.“ Und dieses wohl auch, weil es der OB selbst gewesen war, der noch vor wenigen Jahren die Verwirklichung eines Gesundheitshauses in Heidenheim zur eigenen Chefsache gemacht hatte. Die Wirklichkeit hat anders entschieden. Doch in dem, was Ärzte selbst inzwischen umgesetzt haben, so Ilg, „sind auch unsere Gedanken aufgegangen.“ Ilg sicherte für die Stadt gerne einer weitere Unterstützung zu. „Wenn das hier gelingt, dann haben wir alle einen großen Schritt gemacht.“

Neben Bundestagsabgeordnetem Roderich Kiesewetter, der erst am Vortag nachts um 1 Uhr die Einladung erhalten hatte, sprach auch noch Dr. Jörg Sandfort als Vorsitzender der Kreisärzteschaft ein Grußwort.

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