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Halbmarathon
Heidenheim / Joelle Reimer  Uhr
Noch knapp zwei Wochen bis zum Heidenheimer Stadtlauf: Die 33-jährige Franziska Gustek trainiert mit „Lauf geht’s“ und will am 2. Juni ihren ersten öffentlichen Lauf über fünf Kilometer absolvieren.

Nervös? Aufgeregt? Franziska Gustek lacht. Keine Spur von Lampenfieber. Sie wirft einen Blick auf ihr Smartphone, wo sie mit ein paar Klicks alle Strecken und Zeiten von sich und ihrem Mann innerhalb kürzester Zeit abrufen kann. „Mein Mann läuft schon seit sechs Jahren, da kann ich natürlich nicht mithalten. Er zieht mich dann manchmal damit auf, dass ich ja wieder nur spazieren war – aber irgendwie weckt das auch den Ehrgeiz“, sagt die 33-jährige Schnaitheimerin.

Den Ehrgeiz, nicht nur beim anstehenden Heidenheimer Stadtlauf durchzuhalten – „am besten natürlich mit einer guten Zeit!“ –, sondern auch, am 29. September beim Einstein-Halbmarathon in Ulm über die Ziellinie zu laufen.

Langsam anfangen und steigern

21 Kilometer am Stück, davon ist sie momentan zwar noch weit entfernt, doch unmöglich klingt es für sie nicht. Im Rahmen der von der Heidenheimer Zeitung und der AOK in diesem Jahr bereits zum vierten Mal auf die Beine gestellten Aktion „Lauf geht’s“ trainiert die Einzelhandelskauffrau und dreifache Mutter derzeit vier Mal die Woche; einmal im Mergelstetter Lauftreff und dreimal auf eigene Faust. „Was im Trainingsplan vorgegeben wird, ist schon sehr zeitintensiv; zumindest, wenn man sich an alles hält. Da bin ich froh, dass ich mich mit zwei Freundinnen angemeldet habe, denn zusammen macht das alles mehr Spaß“, sagt Gustek.

Schon voriges Jahr habe sie versucht, alleine zum Laufen zu finden, dann jedoch relativ schnell die Lust daran verloren. „Jetzt investiere ich bestimmt an die acht Stunden pro Woche ins Laufen – und finde es richtig gut. Klar, manchmal ist es schon knackig, und meinen Muskelkater in den Waden werde ich eigentlich gar nicht mehr los. Doch genau deshalb mache ich ja mit: um meine Kondition zu trainieren.“

Zum ersten Mal beim Stadtlauf

Am Heidenheimer Sparkassen-Stadtlauf am 2. Juni wird sie dieses Jahr zum ersten Mal teilnehmen – überhaupt ist das ihr erster öffentlicher Lauf. „Sonst habe ich immer nur zugeschaut, wenn mein Mann und meine Kinder gelaufen sind.“ Doch wie gesagt: von Zweifel, von Nervosität keine Spur, zumindest noch nicht. Wie es dann ein paar Tage vorher aussieht, kann sie jetzt noch nicht sagen. „Ich fühle mich aber gut vorbereitet. Ich will die fünf Kilometer unter 30 Minuten schaffen.“

Bei Wind und Wetter wird gelaufen

Das Ziel ist gesetzt, und bis dahin tut Gustek alles, um es auch zu erreichen. Lässt keinen Lauftreff ausfallen, geht nicht nur bei Sonnenschein, sondern auch bei Wind und Regen raus – ja, sie und ihr Mann haben sich sogar ein Laufband gekauft.

Sie lacht und erklärt: „Jetzt haben wir wirklich gar keine Ausreden mehr.“ Zumindest, was das Training angeht. Die Ernährungslehre nach Dr. Wolfgang Feil, die ebenso zum „Lauf geht’s“-Programm gehört und auf wenig Kohlenhydrate, dafür aber auf umso mehr Eiweiß setzt, befolgt sie – sagen wir: nicht ganz so streng. „Das könnte ich nicht. Ich esse vielleicht schon etwas mehr Gemüse und Salat als sonst, aber hundertprozentig kann ich mich nicht an die Vorgaben halten. Ich mache schließlich auch nicht zum Abnehmen, sondern zum Fit-Werden mit“, sagt sie. Da dreht sie lieber eine Extrarunde und lässt im Supermarkt Ingwer und Co. weiterhin links liegen.

„Lauf geht’s“: alle Infos zum Heidenheimer Stadtlauf

Beim Heidenheimer Stadtlauf am Sonntag, 2. Juni, können fünf, zehn und 21,1 Kilometer absolviert werden. Die Fünf-Kilometer-Strecke eignet sich besonders für die „Lauf geht’s“-Gruppe der Power-Walker und die Laufeinsteiger gut. Wer sich unsicher ist, ob er fünf Kilometer oder zehn laufen soll, kann sich dazu auch mit seinem Trainer beraten. Die Anmeldung für die „Lauf-geht’s“-Teilnehmer erfolgt über die Homepage www.stadtlauf.heidenheim.com