Heidenheim In welche Schulen die Stadt Heidenheim 2018 investiert

Schulzentrum am Zanger Berg: Zwischen der Evangelischen Schule (links oben) und der Arthur-Hartmann-Schule samt Schulkindergarten (rechts) liegt die Rauhbuchschule, die dringend erneuert und erweitert werden muss.
Schulzentrum am Zanger Berg: Zwischen der Evangelischen Schule (links oben) und der Arthur-Hartmann-Schule samt Schulkindergarten (rechts) liegt die Rauhbuchschule, die dringend erneuert und erweitert werden muss. © Foto: Geyer-Luftbild
Heidenheim / Erwin Bachmann 17.01.2018
Schulen wie Kindergärten werden auch in diesem Jahr zu Schauplätzen gewichtiger städtischer Investitionen. Und im Wohngebiet Mittelrain rückt das neue Bildungshaus ins Blickfeld.

Die To-Do-Liste ist lang und belegt, dass es im kommunalen Hochbau auch in diesem Jahr hoch her gehen wird.

Ob Schulen, Kindergärten oder Sporthallen – die Stadt rüstet gleich reihenweise auf und hat sich nicht von ungefähr ein weiteres Mal ein Riesenpensum vorgenommen.

„Bei Bildung und Betreuung bleiben wir dran,“ erklärt Oberbürgermeister Bernhard Ilg, der die Ausgestaltung der Heidenheimer Bildungslandschaft seit Jahren zur Chefsache gemacht hat.

Und das mit Erfolg, sieht er in diesem Standortfaktor doch auch einen Treiber für die inzwischen positive Bevölkerungsentwicklung der Stadt.

Zuerst ein Klassenzimmer-Anbau

Modernisierung, Umgestaltung, Sanierung. Zu den künftigen Schauplätzen dieser Handlungsfelder wird auch die Rauhbuchschule zählen, deren Entwicklung der Rathaus-Chef selbst als „schon ein wenig verrückt“ bezeichnet. Tatsächlich ist es erst Jahre her, seit die Existenz dieses traditionellen Schulstandorts angesichts sinkender Zahlen eher am Wackeln war. Inzwischen ist die als Außenstelle des Schulverbundes Heckental geführte Rauhbuchschule zu neuem Leben erblüht, tut sich als wachsende Grundschule mit zukunftsfähigem Profil hervor.

Die aktuellen städtischen Planungen tragen dem Rechnung und gehen von einem als dringend bezeichneten Erneuerungsbedarf aus. Zudem fehlen Räume für die Ganztagesbetreuung dieser Schule, für deren Generalsanierung und Erweiterung Gesamtkosten von 3,85 Millionen Euro veranschlagt sind. Als erster Abschnitt ist ein Klassenzimmer-Anbau vorgesehen, für den im laufenden Haushalt 550 000 Euro eingeplant sind.

Ein weiteres Hauptaugenmerk der Stadt liegt auch in diesem Jahr auf der Gemeinschaftsschule am Brenzpark, wo aktuell das denkmalgeschützte Werkstattgebäude umgebaut wird. Für den Gesamtkomplex, der auch den Einbau einer für den Ganztagesbetrieb notwendigen Schulmensa in das ehemalige WCM-Ballenlager umfasst, sind Investitionen in Höhe von 7,115 Millionen Euro vorgesehen.

Der Bau einer Mensa – mit einer neuen Pausenhalle – steht in diesem Jahr auch bei der Schnaitheimer Hirscheckschule an, deren Areal aus einer Vielzahl von Gebäuden und veralteten Einzelheizungen besteht. Ausgehend von der Mensa wird dann eine zentrale Heizungsanlage für alle Gebäude aufgebaut. Und um Platz für Ganztagesräume zu schaffen, wird die Verwaltung in das Werkrealschulgebäude verlegt.

Im Zuge des von der Stadtverwaltung verfolgten Zieles, für jede Schulform eine barrierefreie Schule vorzuhalten, rückt das Max-Planck-Gymnasium ins Blickfeld. Im gymnasialen Bereich wird sie diese Rolle übernehmen, was einen bis zur Stunde noch nicht genau terminierten Umbau nach sich ziehen wird, mit dessen Planung Rathaus-Angaben zufolge in diesem Jahr begonnen wird.

Auch in der vielgestaltigen Kindergarten-Landschaft der Stadt zeichnen sich weitere Veränderungen ab. Weil in der Bergschule zu wenig Platz ist, wird der Hort in das leerstehende Gebäude des ehemaligen Kindergartens Leonhardstraße verlagert und mit dem Hort der Kinderarche zusammengelegt. Für die Umgestaltung und Generalsanierung des einstigen Leonhard-Kindergartens fallen 2018 Kosten von rund 400 000 Euro an, wobei in Summe mit rund einer Million Euro gerechnet wird.

Neue Kindertageseinrichtung

Eine schon heute sichtbare Baustelle findet sich am Zinzendorfhaus in der Oststadt, wo die neue Kindertageseinrichtung in diesem Jahr fertiggestellt wird. Bei Gesamtkosten von 2,4 Millionen Euro beläuft sich der städtische Anteil auf 1,35 Millionen Euro. Auch der mit 2,7 Millionen Euro zu Buche schlagende Neubau des Kindergartens Albert-Schweitzer-Straße auf dem Galgenberg geht samt der Außenanlagen 2018 der Vollendung entgegen. Als letzte Rate sind jetzt noch 1,3 Millionen Euro fällig.

Schließlich richtet sich der rathäusliche Blick schon heute auf das Wohngebiet Mittelrain. Dort fehlen Kindergartenplätze, die durch ein neues Bildungshaus in Verbindung mit der Schule geschaffen werden sollen. Im Laufe dieses Jahres fallen zunächst die Kosten für einen Wettbewerb und für Planungen in Höhe von 400 000 Euro an.

Mit auf der Agenda steht weiter die zwei Millionen Euro teure Generalsanierung der Turn-und Festhalle Schnaitheim, die in diesem Jahr mit der Innensanierung ihr Ende findet. In der Turn-und Festhalle Oggenhausen werden Böden und Anprallwände für 220 000 Euro erneuert.