Heidenheim Immer mehr Kinder: In den Kindergärten wird es eng

Ab in den Kindergarten: Immer mehr Kinder bescheren den Einrichtungen im Kreis immer höhere Auslastung.
Ab in den Kindergarten: Immer mehr Kinder bescheren den Einrichtungen im Kreis immer höhere Auslastung. © Foto: Markus Brandhuber
Heidenheim / Günter Trittner 03.07.2018
Die Verwaltung sieht eine steigende Nachfrage im gesamten Kreisgebiet. Vor allem die Zahl der unter Dreijährigen Kinder in Betreuung steigt.

„Wir haben es mit mehr Kindern zu tun. Darüber freuen wir uns.“ So Landrat Thomas Reinhardt bei der jüngsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses. Damit einher geht freilich eine zunehmende Nachfrage nach Kindergartenplätzen. „Das beschäftigt derzeit jede Kommune“, wusste Alexandra Floruß, „die meisten nähern sich der 100-Prozent-Belegung und schaffen deswegen neue Plätze.“ Mitgebracht hatte Floruß dem Gremium die neuesten Daten aus dem Betrieb der Kindergärten.

Zum Stichtag 31. Dezember 2016 lebten im Landkreis 3577 Kinder im Alter unter drei Jahren und 4595 im Alter von drei bis sechs Jahren. Das waren bereits fast 800 Kinder mehr als 2012. 2017 brachte nun einen weiter hohen Kindersegen und auch 2018 verspricht eine weiter steigende Geburtenzahl.

Vor allem mehr Kleinkinder

Zum Stichtag 31. März 2017 gab es im Landkreis 5522 Kita-Plätze. Mit knapp 2000 Plätzen engagiert sich die evangelische Kirche dabei am stärksten in der Trägerschaft. Die Belegungsquoten waren bereits zu diesem Zeitpunkt bereits sehr hoch. Es findet sich keine Betreuungsform mit einer Auslastung unter 80 Prozent. Am engsten war es in den Gruppen mit Ganztagesbetreuung. 930 betreute Kinder ergaben eine Belegungsquote von 93,9 Prozent.

Stark zunehmend über die Jahre sind die unter Dreijährigen in den Einrichtungen. Deren Zahl stieg von 301 im Jahr 2009 auf 729 im Jahr 2017. Sehr selten werden aber weiterhin Kinder unter einem Jahr einer Krippe anvertraut. 2017 waren es 11 Kinder, die Jahre zuvor überhaupt keines.

Von allen Kindern unter drei Jahren besuchten 20,4 Prozent eine Kita. Die Betreuungsquote landesweit liegt bei 24,6 Prozent. „So schlecht stehen wir nicht da“, meinte Floruß, die so der Vermutung entgegentreten wollte, in ländlichen Raum geschehe zu wenig. Im Jahresvergleich ist erkennbar, dass mit Beginn des Rechtsanspruches auf einen Kindergartenplatz zum 1. August 2013 für Kinder im Alter von eins bis drei eine enorme Anzahl an Krippen gebaut oder eingerichtet wurden und bis 2016 eine gute Situation im Landkreis bei der Krippenbetreuung bestand.

Bei der jüngsten Auswertung vom 1. März 2017 zeigt sich bei einer Belegungsquote von 92,4 Prozent wieder ein Anstieg an belegten Plätzen, der aus Sicht der Landkreisverwaltung 2018 noch höher liegen wird. Dies erfordere eine neue Konzentration auf einen Ausbau an Krippenplätzen.

Auch Horte sind zunehmend von den Eltern gefragt. Waren im Jahr 2009 noch 289 Schulkinder außerhalb des Unterrichts untergebracht, so zählte man 2017 bereits 434. Dazu kommen 235 Kinder in der Tagespflege, welche individuell von Tagesmüttern oder -vätern umsorgt werden. Diese Zahl ist über die Jahre ziemlich konstant geblieben.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel