Heidenheim Im Pressehaus ist „Aboriginal Art“ unter dem Titel „Dreamtime“ zu sehen

Jacqueline Grath zeigt ein „Body-Painting“ der Künstlerin Luisa Numina, das in der Ausstellung im Pressehaus zu sehen ist.
Jacqueline Grath zeigt ein „Body-Painting“ der Künstlerin Luisa Numina, das in der Ausstellung im Pressehaus zu sehen ist. © Foto: Markus Brandhuber
Heidenheim / hz 30.06.2018
Ab heute hält „Aboriginal Art“ Einzug ins Pressehaus.

Denn dann stellt Galeristin Jacqueline Grath die Werke australischer Künstler aus. Bei den Kunstwerken handelt es sich um das sogenannte „Dot-Painting“, das seinen Ursprung in alten Felsmalereien, Körperbemalungen und Zeichnungen der australischen Ureinwohner auf Baumrinde hat.

Schon vor 40 000 Jahren haben die Aborigines diese Art der Kunst für sich entdeckt. Und heute ist sie mehr denn je im Kommen, weiß Jacqueline Grath, für die die australische Kunst zu einem Hobby geworden ist. „Ich bin Fan“, sagt sie.

Die Werke werden traditionell in Erdfarben gehalten, so Grath weiter. Rot, Braun sowie Weiß und Schwarz sind gängige Farbtöne beim „Dot-Painting“. „Mit der Zeit sind aber auch andere Farben hinzugekommen“, sagt Grath. Ein Beispiel dafür ist ein modernes Gemälde von Gloria Petyarre, das auch im Rahmen der Ausstellung „Dreamtime“ zu sehen sein wird. Es ist in Blautönen gehalten und zeigt Blätter, die durch die Lande wehen. „Die Künstlerin hat sich darauf spezialisiert, Blätter zu malen“, sagt Grath, die darauf hinweist, dass Petyarres Werke zu den bekannteren ihrer Art gehören.

Die Kunst der Aborigines zeigt naturverbundene Ansichten wie Tierspuren oder Blätter – und das immer aus der Vogelperspektive, also mit dem Blick von oben auf die Landschaft. Dafür wird mit Geäst die Acrylfarbe auf Leinwände getupft. „Man muss sich das vorstellen wie mit einem Holzdübel“, erklärt Grath. Aber auch Pinsel aus Tierhaaren werden verwendet.

Malen auf Rinde und Stein

Auf Leinwände wird „Dot-Painting“ erst seit den 70er Jahren gemalt. Eine der frühsten Formen war neben dem Malen auf Rinde und Bildhauerei an Felsen auch die Körperbemalung. So zeigt ein Werk von Luisa Numina in der Ausstellung im Pressehaus auch ein so genanntes „Body-Painting“.

„Ich kann mich in dieser Kunst verlieren. Sie hat etwas Seelenberuhigendes“, sagt Grath. Außerdem beginne man bei genauerer Betrachtung, gewisse Dinge in den Bildern zu sehen. Dabei zeigt sie auf einen Kreis, der ein Wasserloch darstellt und auf eine Wellenlinie: „Das könnte eine Schlange sein.“

Jeder, der sich die Kunst der Aborigines auch einmal genauer ansehen möchte, um das „Dot-Painting“ zu deuten, kann das ab heute im Pressehaus tun. Tina Lischka

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