Heidenheim / cat Mehr als 2800 Euro gingen über das HZ-Spendenportal www.unsere-hilfe-zaehlt.de für eine Schule in Litauen ein, die vom Heidenheimer Verein Zukunftswege unterstützt wird.

Selbst in EU-Ländern haben Kinder nicht überall gute Bildungschancen. Ein Beispiel ist die Pandelys- Grundschule in Litauen, die der Heidenheimer Verein Zukunftswege seit zehn Jahren unterstützt.

In die Schule kommen Kinder aus den ärmsten Dörfern der Umgebung und es fehlt den meisten an Schreibmaterialien oder auch Hygieneartikeln, Zahnpasta oder Seife.

Lehrer haben jahrelang mit ihren eigenen Mitteln zumindest zum Teil diese Grundbedürfnisse der Kinder versucht zu decken, dies berichtet Jeanette Zippel vom Verein Zukunftswege. Vor zehn Jahren fand schließlich eine engagierte Lehrerin durch Zufall die Website des Heidenheimer Vereins. Die Schule suchte dringend Mittel, um den Kindern zu helfen.

Die Lehrerin nahm Kontakt auf, der bis heute anhält. Weil die Entwicklung von Kindern für eine bessere Lebensperspektive ein Anliegen von Zukunftswege ist, entschied sich der Verein, die Schule zu unterstützen. Zunächst mit Paketsendungen, später mit Geldbeträgen, mit denen die Lehrer selbst die notwendigen Dinge vor Ort für die Kinder kaufen können.

Den Lehrern sei es wichtig, verantwortungsvoll mit der erhaltenen Unterstützung umzugehen, so Zippel in einer Pressemitteilung. „Die Kinder sollen Notwendiges erhalten, aber es soll im richtigen Maß stattfinden.“ Vor dem Großeinkauf und der Verteilung der Bücher, Stifte, Hefte etc. berate jedes Jahr das gesamte Kollegium darüber, was gerade notwendig ist. „Und die Lehrer vermitteln den Kindern, dass die Unterstützung nur durch das Engagement vieler Menschen gemeinsam möglich ist.“

Im Jahr 2017 hat Zukunftswege das Hilfsprojekt das erste Mal auf dem Spendenportal der Heidenheimer Zeitung eingestellt. Bisher bekam jedes Kind nur alle zwei Jahre die Materialien. „Doch dank der Verdoppelungsaktion, die von der Kreissparkasse Heidenheim unterstützt worden war, und dank des großartigen Engagements der Menschen, die gespendet haben, konnten seither alle 115 Kinder der Pandelys-Grundschule mit Schulmaterialien, Bücher und Geschenke ein ganzes Jahr versorgt werden“, berichtet Zippel. Insgesamt kamen durch Spenden von HZ-Lesern über 2800 Euro zusammen.

„Das bedeutet, dass die Schüler aber auch Lehrer würdige Arbeitsbedingungen vorfinden und volle Konzentration auf das Wesentliche, das Lernen, und damit die Aussicht auf eine bessere Zukunft möglich ist.“