Elchingen Historische Segelflugzeuge in Elchingen zu Gast

Elchingen / Arthur Penk 02.10.2018
Auf dem Flugplatz Aalen-Heidenheim kann man derzeit historische Raritäten in Aktion sehen.

Normalerweise findet man sie in Museen, doch wirklich fliegen können nur noch wenige: historische Segelflugzeuge aus den 1930er bis in die 1960er-Jahre. Eine Gelegenheit, sie in Aktion zu sehen, bietet sich noch bis zum 3. Oktober auf dem Flugplatz Aalen-Heidenheim.

Schauplatz ist ein Treffen von Flugzeug-Enthusiasten aus Süddeutschland, Österreich und der Schweiz. Besitzer von einem guten Dutzend historischer Segelflugzeuge hat der Münchner Flugzeugsammler Mario Selss nach Elchingen eingeladen, es ist bereits das 4. Treffen der Oldtimer-Freunde.

Über die Jahre seien es immer mehr Teilnehmer und damit Flugzeuge geworden. Inzwischen zieht das Treffen auch immer mehr Besucher aus der Umgebung an, erzählt Selss. Eine kleine aber feine Oldtimer-Schau, sozusagen. Und neugierige Blicke vom Zaun am Rand des Fluggeländes sind stets garantiert.

Museumsstücke sind die Maschinen allerdings nicht, sie alle werden von ihren Eigentümern liebevoll gepflegt und regelmäßig geflogen. Teils befänden sie sich in einem technisch besseren Zustand als zur Auslieferung vor etlichen Jahrzehnten, sagt Selss.

Zu Gast an den sechs Tagen sind unter anderem Flugzeuge mit legendär klingenden Typenbezeichnungen wie „Moswey“, „Spyr 5“ und „Ka 6“ aus der Schweiz, ein „Wolf 1“ vom Flugplatz Hahnweide. Zudem sind ein „Kranich III“, das Hochleistungsflugzeug „Blanik“, eine mit einer Hupe ausgestattete „Slingsby T21b“, eine „MG23SL“ und der „SG-38“, ein Schulgleiter ganz ohne schützendes Cockpit am Start:

Einer der Höhepunkte am Wochenende: Eine als Scheunenfund restaurierte „Grunau Baby“ (siehe Video unten im Artikel) wurde am Sonntag nach 35 Jahren Stillstand erstmals wieder erfolgreich geflogen:

Die Überholung solcher Oldies nimmt nach Auskunft Selss’ etwa 800 bis 1000 Stunden in Anspruch. Der Sammler hat vor 25 Jahren seinen ersten Oldtimer hergerichtet, heute sind es vier „schöne, seltene Orchideen geworden“, schwärmt der begeisterte Flugzeug-Enthusiast.

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