2016 Hilfeleistungen sorgten für einen Einsatzrekord

Helfen bis zur Erschöpfung: Bei langwierigen Einsätzen wie dem Brand eines Wohnhauses an der Schloßstraße im November 2016 war auch die Schnaitheimer Wehr immer wieder gefragt – und zwar bis an die Grenze der Belastbarkeit.
Helfen bis zur Erschöpfung: Bei langwierigen Einsätzen wie dem Brand eines Wohnhauses an der Schloßstraße im November 2016 war auch die Schnaitheimer Wehr immer wieder gefragt – und zwar bis an die Grenze der Belastbarkeit. © Foto: Archiv/Nils Molt
hz 03.03.2017
Feuerwehr Schnaitheim: Dank guter Personaldecke kann die Abteilung die Tagesverfügbarkeit halten – kommt aber immer wieder an Belastungsgrenzen.

Schnaitheims Feuerwehrabteilung musste im vergangenen Jahr so oft ausrücken wie nie zuvor. Abteilungskommandant Steffen Hiller berichtete in der Abteilungsversammlung von 107 Einsätzen, die die Männer und Frauen der Wehr auf unterschiedlichste Art forderten.

Während die Brandeinsätze mit 22 Fällen im langjährigen Mittel relativ konstant blieben, nahmen die Hilfeleistungen mit 58 Ernstfällen deutlich zu. Der überwiegende Grund liegt hier bei den Überlandhilfen, die bei den Unwettern in Großkuchen und Steinheim zu leisten waren. Auch die Zahl der Alarme durch Brandmeldeanlagen bewegt sich mit 25 auf einem relativ hohen Niveau.

Vielseitig gefordert

Ergänzend waren noch zwei Gefahrguteinsätze zu verzeichnen. Gleich mehrere Einsätze brachten die Feuerwehrmänner und -frauen an die Belastungsgrenzen. Beispielhaft hierfür steht durch einen Steinewerfer verursachte Verkehrsunfall auf der A 7 und der lang andauernde Brandeinsatz in der Heidenheimer Schlossstraße.

Durch die sehr ordentliche Personaldecke von 44 Mitgliedern ist bei der Abteilung Schnaitheim die in vielen anderen Orten schwierige Tagesverfügbarkeit noch gegeben. Bei 37 unterschiedlichsten Übungen und weiteren 25 Schulungen und Fortbildungen wurde der sehr gute Ausbildungsstand der Abteilung erreicht beziehungsweise gefestigt. Insgesamt 34 Mitglieder nahmen an elf unterschiedlichsten Lehrgängen teil.

Rund 365 Stunden wurden an Feuersicherheitswachen bei Veranstaltungen geleistet. Großen Respekt zollte Hiller allen Abteilungsmitgliedern, die sich mit knapp 1400 Arbeitsstunden neben den regulären Übungs- und Einsatzzeiten bei den Umbauarbeiten im Feuerwehrhaus einbrachten. Diesem Dank schloss sich Karl-Heinz Wenzel an, der stellvertretend für den Kommandanten Rainer Spahr von insgesamt gestiegenen Einsatzzahlen im gesamten Stadtgebiet berichtete.

Stütze auch im Ortsleben

Trotz der guten Personaldecke wies er darauf hin, dass auch zukünftig ein Augenmerk auf die Mitgliedergewinnung gelegt werden muss. Ein verlässliches Fundament hierfür ist die Jugendfeuerwehr. Schon seit vielen Jahren können im Schnitt immer wieder zwei bis drei Jugendliche in die Einsatzabteilung Schnaitheim aufgenommen werden und dort ihren wichtigen Dienst am Nächsten leis-ten. Selbstverständlich beteiligte sich die Feuerwehrabteilung auch wieder bei Veranstaltungen in Schnaitheim. Bereits heute schon weist Hiller auf das Jubiläum zum 150-jährigen Bestehen der Abteilung hin. Mit einer Großübung im Vorfeld des Maifestes auf dem Dorfplatz soll die Leistungsfähigkeit dieser außerordentlichen Einrichtung aufgezeigt werden.