Aktion Hilfe für Nepal: Monsun verzögert Baustart in Dhading

Erste Befestigungen sind gemacht, doch der lang andauernde Monsun verzögert die Bauarbeiten an der Ausbildungswerkstatt in der schwer zugänglichen Bergregion Dhading.
Erste Befestigungen sind gemacht, doch der lang andauernde Monsun verzögert die Bauarbeiten an der Ausbildungswerkstatt in der schwer zugänglichen Bergregion Dhading.
Heidenheim / Catrin Weykopf 19.09.2016
Obwohl der schwere Regen die geplante Grundsteinlegung verzögert, macht das Projekt der Heidenheimer Nepalhelfer Fortschritte.

Der Monsun fällt in den Bergen Nepals dieses Jahr besonders heftig aus: Nicht nur dauert er heuer ungewöhnlich lange. Auch waren die Wolkenbrüche der vergangenen Woche die heftigsten des gesamten Jahres.

Nepalhelfer Herwig Jantschik, derzeit vor Ort, berichtet von verschütteten Straßen und unzugänglichen Bergdörfern. Auch das Bauprojekt, das Jantschik sowie die Mitglieder des Vereins Zukunft für Nepal Ostwürttemberg verfolgen, bringt der Regen ins Stocken. Statt wie geplant vergangene Woche den Grundstein für eine Ausbildungswerkstatt legen zu können, verschiebt sich dies nun bis Mitte Oktober.

„Es war für uns nicht möglich, die Zeremonie durchzuführen, ohne unsere Gäste in Gefahr zu bringen“, berichtet Jantschik per Email aus Nepal. Die Zugangsstraße zur Ausbildungswerkstatt sei noch nicht befestigt und bei den derzeitigen Wetterverhältnissen unpassierbar. Doch Hoffnung auf Besserung ist in Sicht: „Wir haben von der Regierung die Zusage, dass diese Straße befestigt und geteert wird. Erste Ausschreibungen haben bereits stattgefunden“, so Jantschik.

Und immerhin Jantschik konnte das Gelände schon besuchen – wenn auch unter schwierigen Bedingungen. Doch er konnte sich ein Bild davon machen, dass erste Erdarbeiten bereits begonnen hatten, das Projekt also vorankommt.

Im Frühjahr hatten Jantschik und Dhakal, beide Voith-Mitarbeiter in Heidenheim und seit dem Erdbeben vom Juni 2015 gemeinsam in der Nepalhilfe aktiv, ein geeignetes Grundstück für die Ausbildungswerkstatt gefunden. Seither laufen Planungen und Vorbereitungen. Es gilt, neben dem Bau der Gebäude, die notwendigen Maschinen in die Bergregion zu bringen und vor Ort geeignete Lehrer zu finden und zu qualifizieren. Ausgebildet werden soll später einmal in den Berufsrichtungen Textil-, Metall-, Holverarbeitung und Elektrotechnik. Jantschik und seine Mitstreiter erhalten bei ihrem Vorhaben Unterstützung von der Firma Voith, sind jedoch zusätzlich weiter auf Spenden angeweisen und bitten über das HZ-Spendenportal „Unsere Hilfe zählt“ um Unterstützung.