Heidenheim / pm Junge Ausländer sollen an Schulen Unterstützung erhalten.

Seit Februar gibt es im Landkreis die neue schulergänzende Lernbegleitung „Fit für den Abschluss“. In dem Projekt werden neu zugewanderte Schüler, die aufgrund ihrer Zuwanderungsgeschichte Schwierigkeiten haben, einen Schulabschluss zu erwerben, beim Übergang von der Schule in den Beruf gefördert. Im Laufe des April wird die Einführung der Lernbegleitung an zwei allgemeinbildenden und zwei beruflichen Schulen im Landkreis Heidenheim abgeschlossen sein, heißt es in einer Pressemitteilung.

Betroffen sind die Maria-von-Linden-Schule und der Schulverbund im Heckental, die VHS Heidenheim an der Technischen Schule Heidenheim und der Bibrisschule in Herbrechtingen. Realisiert werden konnte das Projekt durch Fördermittel des Europäischen Sozialfonds, mit denen die Lernbegleitung anteilig finanziert wird.

„Mit diesem neuartigen Bildungsangebot, das direkt an den Schulen umgesetzt wird, wollen wir den schwierigen Übergang von der Schule in den Beruf gezielt unterstützen“, betont Verena Weiler, Teamkoordinatorin im Stabsbereich Migration und Ehrenamt des Landkreises, die das Projekt leitet. Ziel sei es, die Jugendlichen beim Erwerb eines Schulabschlusses und beim dem Übergang von der Schule in den Beruf zu unterstützen und migrationsbedingte Nachteile auszugleichen.

Mit Hilfe einer schulergänzenden Lernbegleitung in Kleingruppen werden die Schüler in verschiedenen Fächern unterstützt. Über eine reine Nachhilfe hinaus werden zudem Lernstrategien und -methoden, Alltagswissen und Wissen über die Berufswelt in Deutschland vermittelt. „Neu zugewanderte Jugendliche haben nach ihrer Ankunft in Deutschland oft nur wenige Jahre, um einen Schulabschluss zu erwerben. Zu der Herausforderung, die deutsche Sprache zu erlernen, kommt noch hinzu, dass sich die Bildungssysteme der Herkunftsländer teils stark von dem in Baden-Württemberg unterscheiden“, erläutert Frank Neubert, Bildungskoordinator für Neuzugewanderte im Landratsamt, der das Projekt konzipiert hat.