Heidenheim Teure Autos gemietet und bandenmäßig weiterverkauft

Teure Autos, Symbolbild.
Teure Autos, Symbolbild. © Foto: lumen-digital, stock.adobe.com
Heidenheim / Silja Kummer 08.06.2018
Ein 53-jähriger Mann aus Heidenheimer sitzt wegen bandenmäßigen Betrugs in Untersuchungshaft. Mit dem Verkauf von gestohlenen Autos soll er mehr als 600.000 Euro Gewinn gemacht haben.

Die Staatsanwaltschaft Ellwangen hat gegen einen 53-jährigen Heidenheimer Anklage erhoben. Ihm wird gewerbsmäßiger und bandenmäßiger Betrug sowie Urkundenfälschung in 38 Fällen im Zusammenhang mit der Anmietung hochwertiger Autos vorgeworfen.

Nach der Anklageschrift hat der Angeschuldigte sich im Dezember 2015 mit weiteren Personen zusammengeschlossen, um im gesamten süddeutschen Raum hochwertige Fahrzeuge von größeren und kleineren Autovermietungsfirmen anzumieten und diese dann im Inland oder europäischen Ausland zu verkaufen. Hierbei soll der 53-Jährige entweder selbst gefälschte Personalausweise verwendet oder diese Mittätern für die Anmietung zur Verfügung gestellt haben.

Fahrzeugnummern manipuliert

Nach Erhalt der Fahrzeuge wurden die Fahrzeugidentifizierungsnummern manipuliert und durch Nummern von angekauften Schrottfahrzeugen ersetzt. In zwei Fällen wurden gestohlene Fahrzeuge direkt in Heidenheim verkauft, eines davon stammte aus München, das andere aus Giengen. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Angeschuldigte durch die 38 Taten zwischen Dezember 2015 und Mai 2017 einen Gewinn in Höhe von ca. 614.000 Euro erzielt habe.

In derselben Sache wurde bereits gegen einen Mann aus Neu-Ulm verhandelt, der nach Auskunft der Staatsanwaltschaft Ellwangen auch den Hinweis auf den Heidenheimer gegeben haben soll. Der Angeschuldigte befindet sich seit dem 16. Februar in einer Justizvollzugsanstalt in Untersuchungshaft.

Themen in diesem Artikel
Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel