Heidenheim Heidenheimer Obsthaus schließt

Süleymann Dikmens letzter Tag im Obsthaus.
Süleymann Dikmens letzter Tag im Obsthaus. © Foto: Christian Thumm
Heidenheim / Karin Fuchs 07.08.2018
Wenn die Früchte der Arbeit ausbleiben: Nach fast 40 Jahren verschwindet das Obsthaus in der Fußgängerzone aus der Geschäftswelt.

Das Heidenheimer Obsthaus ist ein bekannter Name in der Heidenheimer Geschäftswelt. Doch die Adresse an der Karlstraße wird bald Geschichte sein. Inhaber Süleymann Dikmen, der zusammen mit seiner Frau das Geschäft betrieben hatte, schließt das Geschäft. Letzter Öffnungstag war gestern.

Der Grund? Der zeitliche Aufwand passt nicht zu dem, was unterm Strich übrig bleibt, sagen die Dikmens. Nachts um halb zwei Uhr macht sich Dikmen auf den Weg zum Großmarkt in Stuttgart, um frisches Obst und Gemüse einzukaufen. Danach geht er als Angestellter seiner Arbeit als Industriemechaniker nach. Eigentlich hatte er geplant, irgendwann das Obsthaus zu seinem einzigen Standbein zu machen, wollte seine Frau entlasten, die im Geschäft arbeitet. Jetzt schließt er lieber, und das, obwohl der Pachtvertrag für das Ladengeschäft noch zwei Jahre läuft.

Womöglich wird die Geschäftsaufgabe einen Leerstand an zentraler Lager in Heidenheim nach sich ziehen. Der Vermieter, die Volksbank, hat im Moment noch keine Pläne, wie es weitergehen wird.

Familie Balci eröffnete das Obsthaus vor 40 Jahren

Vor knapp 40 Jahren hat die Familie Balci das Osthaus gegründet. Die Wiege war in einem etwas zurückgesetzten Gebäude am Eugen-Jaekle-Platz, das später abgerissen wurde und durch ein Wohn- und Geschäftshaus ersetzt wurde.

Vor rund 20 Jahren zogen die Balcis dann an auf die gegenüberliegende Seite des Eugen-Jaekle-Platzes an den Eingang der Karlstraße in die erste Reihe. Das Geschäft war wesentlich größer als das alte.

Im Sommer 2015 übergaben die Balcis das Geschäft an Daniela Aslan. Von ihr wiederum übernahm Süleyman Dikmen im März 2017 den Laden. Im Vergleich zu den Vorgängern habe er nichts umgestellt, wollte in die erfolgreichen Fußstapfen der Familie treten, die das Geschäft in Heidenheim aufgebaut haben. Doch eine Fortsetzung wird es nicht geben.

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