Heidenheim / HZ Ein Leserbrief zur Situation in der südlichen Hauptstraße.

Will man die südliche Hauptstraße überhaupt noch? Diese Frage klingt polemisch, ist aber berechtigt. Die südliche Hauptstraße existiert und kann nicht einfach entsorgt werden. Doch bei Veranstaltungen wird sie ignoriert, als wäre sie nicht da.

Der neuen Blumenschmuck mit den bepflanzten Tulpen endet an der Pfluggasse, die südliche Hauptstraße hat nichts abbekommen, als gäbe es sie nicht. Die neuen Straßenlaternen wurden auch reduziert, damit dieser Abschnitt nicht mehr so hell wahrgenommen wird, sondern mehr im dämmerigen Dunklen verschwindet.

Es gibt immer noch Geschäfte, Gaststätten, Dienstleister und mehr in der südlichen Hauptstraße und es gibt auch den Leerstand im neu gebauten ehemaligen Güttingerhaus, doch wer möchte da seine Existenz gründen, wenn dieser Bereich von der Stadt ignoriert wird? Ob Frühlingsmarkt, Autoschau, verkaufsoffener Sonntag mit Spiel und Spaß – alles endet nördlich an der Pfluggasse. Da frag ich mich schon, welche raffinierte Taktik steckt dahinter, diesen Bereich wieder attraktiver zu gestalten und die Menschen hierher zu locken?

Der letzte Rest von Leben an Tagen, an denen wirklich viele Menschen in die Innenstadt kommen, wird hier verhindert. Gerade da wäre es nötig, mehr zu tun und die Menschen in diesen Bereich zu locken, aber mindestens so viel zu tun, wie auch für die nördliche Hauptstraße getan wird. Hier ist die Stadt in der Pflicht, ihre Bürger und Geschäftsleute nicht mit zweierlei Maß zu messen.

Ingeborg Metzner, Heidenheim