Heidenheim Hartmann: Im Rahmen der Erwartungen

Hängt nicht in der Luft: Vor allem im europäischen Ausland laufen die Geschäfte für Hartmann blendend.
Hängt nicht in der Luft: Vor allem im europäischen Ausland laufen die Geschäfte für Hartmann blendend. © Foto: Archiv
Heidenheim / HZ 12.11.2018
Laut Quartalsbericht bleibt das Unternehmen auf Wachstumskurs. Der Neunmonatsumsatz steigt um 3,2 Prozent auf 1,56 Milliarden Euro.

Zwischen Januar und September 2018 konnte die Hartmann Gruppe ihren Konzernumsatz auf 1,56 Milliarden Euro steigern. Dies entspricht bei dem Heidenheimer Anbieter von Medizin- und Pflegeprodukten einem moderaten Anstieg von 3,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag bei 90,3 Millionen Euro (Vorjahr: 93,4 Millionen Euro) und damit um 3,3 Prozent unter dem Wert von 2017. Maßgeblich für den leichten Rückgang des Ebit waren der allgemeine Preisdruck in den Absatzmärkten, anhaltend hohe regulatorische Kosten und die Aufwendungen für Struktur- und Wachstumsinvestitionen. Mit einer soliden Nettofinanzposition von rund 66 Millionen Euro und einer Eigenkapitalquote von über 60 Prozent bleibt Hartmann finanziell weiterhin robust aufgestellt.

Preisdruck kompensiert

Das dritte Quartal 2018 bestätigt die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens: „Wir haben es geschafft, die Auswirkungen des Preisdrucks sowie der Wechselkurseffekte zu kompensieren und unser Wachstum auf Kurs zu halten“, sagt Andreas Joehle, Vorstandsvorsitzender der Paul Hartmann AG. „Trotz der Aufwendungen durch Struktur- und Wachstumsprojekte, den Investitionen in die Vertriebsorganisationen und die Umsetzung der EU-Medizinprodukteverordnung liegen wir auch beim Ebit im Rahmen der Erwartungen.“ Auf Basis der Ergebnisse der ersten neun Monate bestätigt Hartmann den Ausblick mit einem moderaten Umsatzwachstum und einem moderaten Rückgang des Ebit für das Gesamtjahr 2018. Joehle weiter: „Mit den Zukunftsinvestitionen verschafft sich Hartmann mittel- bis langfristig Wettbewerbsvorteile und erschließt zusätzliche Marktpotenziale für eine nachhaltig erfolgreiche Zukunft.“

Das Segment Wundmanagement erzielte einen Umsatz von 351,4 Millionen Euro und übertraf damit den Vergleichswert des Vorjahres um 3,9 Prozent. Das Wachstum ist vor allem auf die steigende Nachfrage nach superabsorbierenden und antibakteriellen Wundauflagen, auf das HydroTherapy Behandlungskonzept und den Bereich Personal Healthcare zurückzuführen.

Solide Segmente

Der Umsatz des Segments Inkontinenzmanagement stieg um 5,4 Prozent auf 516,8 Millionen Euro. Die Einbeziehung der Umsätze von Lindor, dessen Integration im Rahmen der Erwartungen liegt, konnte die negativen Auswirkungen der Wechselkurse mehr als kompensieren. Im Segment Infektionsmanagement stieg der Umsatz um 2,0 Prozent auf 372,7 Millionen Euro. Dank eines moderaten organischen Wachstums in Höhe von 3,6 Prozent übertraf der Umsatz mit OP-Produkten und Untersuchungshandschuhen trotz der Wechselkurseffekte den Vorjahreswert, ebenso der Verkauf von Lösungen für das Desinfektionsmanagement. Das Segment Weitere Konzernaktivitäten erwirtschaftete einen Umsatz von 323 Millionen Euro, der mit 0,6 Prozent leicht über dem Vorjahresniveau lag.

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