Bilanz Hartmann wächst in allen Segmenten

Die Firmenzentrale der Paul Hartmann AG.
Die Firmenzentrale der Paul Hartmann AG. © Foto: Archiv
pm 07.11.2016
Mit Unterstützung von Produktinnovationen wurde bei der Paul Hartmann AG auch im dritten Quartal ein Umsatz- und Ergebnisplus erzielt.

Die Hartmann Gruppe, ein international führender Anbieter von Medizin- und Pflegeprodukten, erreichte in den ersten neun Monaten 2016 ein solides Umsatz- und Ergebnisplus. Bei einem Umsatzanstieg um 2,2 Prozent auf 1,46 Millionen Euro legte das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) um 4,9 Prozent auf 103,5 Millionen Euro zu. Das Konzernergebnis verbesserte sich um 14,1 Prozent auf 68,2 Millionen Euro.

In Deutschland und dem europäischen Ausland konnten die Vorjahreswerte übertroffen werden, wobei die west- und südeuropäischen Länder überdurchschnittlich abschnitten. Auch außerhalb Europas legte der Umsatz währungsbereinigt zu. In allen drei medizinischen Kernsegmenten trugen neue, erst vor Kurzem in den Markt eingeführte Konzepte für Behandlung und Diagnostik zum organischen Wachstum bei.

Das Segment Wundmanagement erreichte auf Neunmonatssicht einen Umsatz von 323,2 Millionen Euro.

Das organische Wachstum von 3,7 Prozent beruhte wesentlich auf dem anhaltenden Erfolg des Behandlungskonzepts HydroTherapy sowie deutlichen Mehrumsätzen mit dem Vivano-System zur Unterdruck-Wundtherapie. Im Bereich Personal Health Care leisteten die im April sehr positiv in den Markt eingeführten Selbst-Tests einen Beitrag zur Umsatzsteigerung. Das Segment Inkontinenzmanagement lag mit einem Umsatzplus von 0,3 Prozent auf 480,9 Millionen Euro nahe beim Vorjahreswert. Das Segment Infektionsmanagement steigerte den Umsatz um 2,3 Prozent auf 352 Millionen Euro. Zum organischen Wachstum von 3,3 Prozent trug unter anderem das innovative Evolution Concept, ein Programm zur Steigerung der Compliance der Händehygiene in Krankenhäusern, bei.

Bei den weiteren Konzernaktivitäten kletterten die Umsatzerlöse um 6,1 Prozent auf 311,6 Millionen Euro bei einem organischen Wachstum von 6,3 Prozent. Der Anteil der medizinischen Kernsegmente am Gesamtumsatz der Gruppe belief sich auf 78,8 Prozent. Das EBIT der Gruppe übertraf mit 103,5 Millionen Euro den Neunmonatswert 2015 um 4,9 Prozent. Das EBITDA (Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände) verbesserte sich um 5,2 Prozent auf 147,2 Millionen Euro. Ausschlaggebend hierfür war der unterproportionale Anstieg des Materialaufwands, der den Erfolg der Effizienzsteigerungsmaßnahmen entlang der Wertschöpfungskette widerspiegelt.

Das Konzernergebnis lag mit 68,2 Millionen Euro um 14,1 Prozent über dem Vergleichswert 2015.

Die Nettoliquidität erhöhte sich im dritten Quartal um annähernd 50 Millionen Euro auf 71,8 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote belief sich nahezu unverändert auf 56,8 Prozent. Vorstandsvorsitzender Andreas Joehle: „Auf dieser Basis können wir auch künftige Herausforderungen selbstbewusst angehen.“ Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Hartmann Gruppe nahm gegenüber dem Jahresende 2015 (10 346) um 108 auf 10 238 ab. Verstärkt wurde unter anderem der Vertrieb in Europa, während Produktionsanpassungen außerhalb Europas zu einem Rückgang führten.

Nach den erfolgreichen neun Monaten 2016 hat Hartmann die Gesamtjahresziele fest im Visier. „Wir wollen trotz der widrigen Wechselkursentwicklung einen moderaten Umsatzanstieg und auf dieser Basis ein leichtes Plus beim EBIT erzielen“, so Joehle.