Harte Jungs bei der Heidenheimer Fight Night

Yasmin Fischer 06.05.2012
Zwölf Siege, zwei Niederlagen und ein Unentschieden - eine beachtliche Bilanz, die die Heidenheimer Kämpfer bei der Fight Night im CC aufweisen konnten.

Zugegeben, auf den ersten Blick wirkte die Veranstaltung düster, dunkel und furchterregend. Das Licht im Congress Centrum ist gedämpft. Gehüllt in eine Nebelwolke, umrahmt von einer Laser- und Lichtshow und begleitet von der jeweiligen Einlaufmusik betreten die Kämpfer den Ring. Die Massen jubeln, grölen, sind völlig aus dem Häuschen und feuern ihre Kämpfer an, fast so, als würde einer der Klitschko-Brüder einen Titelkampf bestreiten. Girls in knappen Höschen und kurzen Kleidern zeigen die jeweilige Runde an. Show, Spektakel, Kampfsport-Flair und harte Jungs – aber auf den zweiten Blick eine friedliche Veranstaltung im Zeichen des Sports.

„Es geht um Ruhm und Ehre“, betonen die Kämpfer immer wieder. Mittlerweile steht der sechste Kampf des Abends auf dem Programm. Ein Sambo-Kampf mit Lokalmatador Juri Marker. Der Ringsprecher im schwarzen Anzug ruft für den HSB „Juuuuuri Maaarker“ in den Ring. Das Publikum ist kaum noch zu bremsen und verwandelt das CC kurzerhand in einen Hexenkessel.

Der Fight beginnt. Fäuste fliegen, mit Kicks und Tritten versuchen die Gegner zu punkten. Marker wird von seinem Kontrahenten gepackt und zu Boden gerissen. Wenig später kann er sich allerdings aus den Fängen befreien und seinen Gegner nach anfänglichen Schwierigkeiten durch einen Beinhebel besiegen.

„Girtz Kotanz ist viel besser geworden als beim letzten Kampf“, sagt der Heidenheimer. „Normalerweise liegt seine Spezialität bei Würfen aus der Halbdistanz. Dieses Mal war er aber im Boxen um einiges stärker und hat seine Schwerpunkte anders gesetzt“, erklärt Marker.

Zwölf der 15 Kämpfer aus Heidenheim konnten für ihren Klub den Sieg nach Hause holen. So konnten die beiden jugendlichen Kämpfer Maruf Özkan und Aylin Kale dem Publikum Kampfsport auf hohem Niveau und mit allen technischen Kniffs und Tricks zeigen.

Aylin Kale bezwang ihre Gegnerin nach Punkten. Özcan setzte seinen Gegner Stelios Panagiots (Villingen Schwenningen) durch technischen K. o. außer Gefecht.

Der mit Spannung erwartete Kampf im Thai-Boxen (K1) zwischen Ömer Kocak (Ulm) und dem Heidenheimer Eugen Skoba war bereits nach einer Runde entschieden. Skoba platzierte geschickt seine Treffer und gewann ebenfalls durch K. o.

Sein Vereinskollege hatte es da schon deutlich schwerer. Mergim Ademi musste über die volle Distanz gehen, nach der die Kontrahenten noch punktgleich waren. In der Zusatzrunde konnte Ademi den Kampf schlussendlich nach Punkten für sich entscheiden. Skoba und Ademi werden nach ihrem Sieg nun im kommenden September um den deutschen Titel in ihrer jeweiligen Gewichtsklasse kämpfen.

Im letzten und wichtigsten Kampf des Abends konnte Resul Pelen (Elite Boxing) den Titel nach WFCA-Version (bis 66 kg) indes nach Heidenheim holen. Pelen bezwang seinen Gegner mit harten „Lowkicks“ in der zweiten Runde durch K. o.

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