Heidenheim / pm Hansegispass-Gegner sehen sich als Fürsprecher der Natur und stellen am Osterholz vorsorglich Banner auf.

Die Bürgerinitiative „Hansegispass? Nein danke!“ sieht in der Rodung des Rinderbergs Parallelen zum Waldstück am Vohberg am Rande des Osterholzes.

Dort müssten, behauptet die Initiative, mindestens 10 000 Quadratmeter Wald gerodet werden, um eine ihrer Meinung nach unnötige Verbindungsstraße, den sogenannten Hansegispass, zu bauen.

Die gleichen Methoden?

Um die Straße durchzusetzen, würden von der Stadtverwaltung die gleichen Methoden angewandt wie zur Abholzung des Rinderberges, schreibt Sebastian Hyneck, Sprecher der Initiative, in einer Pressemitteilung.

Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald habe sich klar gegen die Rodung des Rinderbergs ausgesprochen. Sie sei mit dem Argument beschwichtigt worden, dass keine Eile bestehe, weil das Anhörungsverfahren noch ausstehe. Plötzlich war die Genehmigung zur Rodung erteilt und kaum eine Woche später war der Wald vernichtet.

Die Aktivisten der Initiative „Hansegispass? Nein danke!“ hören Ähnliches: bisher sei ja noch gar nichts geplant, es gebe ja nur einen Bleistiftstrich und der Bau stünde noch in weiter Ferne.

Seien die Pläne jedoch erst einmal fertiggestellt, da sind sich die Hansegispass-Gegner sicher, könne es plötzlich sehr schnell gehen. Die Bürgerinitiative wehrt sich gegen den Bau und sieht sich auch als Fürsprecher der Natur. Sie wurde deshalb durch die Rodungsarbeiten am Rinderberg bestärkt, weiterhin aktiv zu bleiben, sich nicht aufs Glatteis führen zu lassen und einen langen Atem zu haben. „Für die Verhinderung dieser Straße ist es im Gegensatz zum Gewerbegebiet am Rinderberg noch nicht zu spät“, so Hyneck.

Um den Widerstand auch nach außen sichtbar zu machen, ließ die Initiativgruppe jetzt Banner mit dem Logo der Initiative anfertigen. Die ersten dieser Banner wurden von Hansegispass-Gegnern in den letzten Tagen bereits an exponierten Stellen angebracht.