Heidenheim Halbjahresbilanz: Hartmann bleibt auf Wachstumskurs

Der Umsatz der Hartmann-Gruppe wurde im ersten Halbjahr 2018 gesteigert: auch die Produktion von Inkontinenz-Artikeln in Herbrechtingen trug dazu bei.
Der Umsatz der Hartmann-Gruppe wurde im ersten Halbjahr 2018 gesteigert: auch die Produktion von Inkontinenz-Artikeln in Herbrechtingen trug dazu bei. © Foto: Hartmann
Heidenheim / HZ 17.08.2018
Der Umsatz wächst um drei Prozent, ein noch deutlicheres Plus verhindert lediglich der starke Euro vor allem in den Märkten Amerika und Asien.

Die Hartmann Gruppe bleibt 2018 auf Wachstumskurs. Dies teilt das Unternehmen in einer Pressemeldung mit. Der Konzernumsatz legte in den ersten sechs Monaten trotz fortgesetzter negativer Währungseffekte um 3,0 Prozent auf 1,03 Millionen Euro zu. Ohne die Umsatzeinbußen durch den starken Euro, die sich vor allem in Amerika und Asien auswirkten, hätte das Wachstum annähernd fünf Prozent betragen.

Ergebnis unter Vorjahrswert

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) bewegte sich mit 61,1 Millionen Euro erwartungsgemäß um 6,5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Ausschlaggebend hierfür waren der Preisdruck in den Märkten, höhere regulatorische Kosten sowie die mit den Struktur- und Wachstumsinvestitionen verbundenen Aufwendungen.

So hat Hartmann in den zurückliegenden Monaten den Vertrieb in Deutschland und Frankreich wesentlich ausgebaut. Zusätzlich werden die Investitionen in den Vertrieb im Wachstumsfeld der modernen Wundbehandlung verstärkt. Mit einer positiven Nettofinanzposition von rund 45 Millionen Euro und einer Eigenkapitalquote von über 60 Prozent ist Hartmann finanziell weiterhin robust aufgestellt und kann die Zukunftsinvestitionen auch in der zweiten Jahreshälfte mit Nachdruck vorantreiben.

Strategisch gut aufgestellt

„Hartmann hat in den ersten sechs Monaten 2018 seine gute strategische Aufstellung und Wettbewerbsfähigkeit bewiesen“, betont der Vorsitzende der Geschäftsführung Andreas Joehle. „Wir haben die Effekte durch Preisdruck und Euro-Aufwertung gut ausgleichen können und liegen mit unserem Wachstum auf Höhe der Erwartungen. Auch ergebnisseitig sind wir auf Kurs und haben trotz der Zusatzbelastungen durch unsere Zukunftsprojekte einschließlich der Umsetzung der EU-Medizinprodukteverordnung ein den Umständen entsprechend zufriedenstellendes EBIT erzielt.“

Auf Basis der Ergebnisse des ersten Halbjahres bestätigt Hartmann den Ausblick für das gesamte Geschäftsjahr 2018 mit einem moderaten Umsatzanstieg bei einem moderaten Rückgang des EBIT.

Impulse fürs Gesundheitswesen

Hartmann übernehme aber nicht nur Verantwortung für das eigene Unternehmen, sondern darüber hinaus ebenso aktiv für gesellschaftliche Themen – auch und gerade im Jubiläumsjahr.

Joehle: „Mit dem Hartmann Zukunftsforum haben wir im Juni eine völlig neue Plattform geschaffen, die Impulse für die Zukunft des Gesundheitswesens setzt – ob es um die Bewältigung des demografischen Wandels, der voranschreitenden Digitalisierung oder insbesondere des Fachkräftemangels in der Pflege geht. Wir sind überzeugt, dass Unternehmen wie unseres für die Verbesserung der Pflegesituation weitaus mehr Verantwortung übernehmen können und möchten im Rahmen einer Pflegeoffensive zukünftig mit gutem Beispiel vorangehen.“

Negative Währungseffekte wurden kompensiert

Das Segment Wundmanagement übertraf mit einem Umsatz von 228,7 Millionen Euro den Vergleichswert 2017 um 1,9 Prozent. Im Segment Inkontinenzmanagement nahm der Umsatz um 7,8 Prozent auf 344,5 Millionen Euro zu.

Negative Währungseffekte wurden durch die Einbeziehung der Umsätze von Lindor in Spanien deutlich überkompensiert.

Im Segment Infektionsmanagement hat Hartmann einen Umsatzanstieg von 1,0 Prozent auf 252,3 Millionen Euro erreicht. Produkte für das OP-Management und Untersuchungshandschuhe konnten ebenso wie die Lösungen für das Desinfektionsmanagement währungsbereinigt den Vorjahreswert übertreffen. Das Segment Weitere Konzernaktivitäten liegt mit einem Umsatz von 211,3 Millionen Euro währungsbedingt leicht unter Vorjahresniveau.

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