Heidenheim Heidenheim plant einen Zweckverband mit Königsbronn

Nördlich von Königsbronn soll das gemeinsame Gewerbegebiet des Zweckverbands entstehen.
Nördlich von Königsbronn soll das gemeinsame Gewerbegebiet des Zweckverbands entstehen. © Foto: Geyer-Luftbild, Bildmontage: Arthur Penk
Heidenheim / Andreas Uitz 06.07.2018
Heidenheim plant, einen Zweckverband mit der Gemeinde Königsbronn zu gründen und auf deren Gemarkung ein neues Gewerbegebiet zu erschließen.

Heidenheim und Königsbronn haben viele Gemeinsamkeiten, auch die, dass beide Kommunen aktuell nicht sonderlich viele freie Flächen haben, die sie Industrie- und Gewerbebetrieben zur Ansiedlung anbieten können. Doch nicht nur das ist der Grund, warum sich eine intensivere Zusammenarbeit anbahnt.

Schon im vergangenen Jahr hatte OB Bernhard Ilg angekündigt, dass man Sondierungsgespräche mit dem nördlichen Nachbarn bezüglich künftiger Kooperationen führen wolle. Als er dann im November verkündete, dass eine interkommunale Kooperation in Sachen standesamtlicher Vertretung beschlossen wurde, machte sich zunächst Ernüchterung breit.

Gespräche hinter den Kulissen

Doch hinter den Kulissen wurden die Gespräche weitergeführt – wenn auch hinter gut verschlossenen Türen. Diese vertraulichen Gespräche zwischen den Verwaltungsspitzen scheinen erfolgreich gewesen zu sein, denn es gibt, so ist zu hören, ganz konkrete Planungen: Noch im Juli sollen HZ-Informationen zufolge die Gemeinderäte in Königsbronn und Heidenheim beschließen, dass ein gemeinsamer Zweckverband gegründet wird mit dem Ziel, eine neues, großes Gewerbegebiet zu erschließen und auf den Markt zu bringen.

Der Zweckverband soll dazu dienen, dieses Gewerbegebiet gemeinsam zu entwickeln. Es soll auf Königsbronner Gemarkung in Richtung Oberkochen direkt an der B 19 liegen. Dabei handelt es sich um eine acht Hektar große Fläche, die genau gegenüber des großen Zeiss-SMT-Werks liegt.

Vorteil eines Zweckverbandes wäre, dass sich Königsbronn und Heidenheim finanziell einbringen. Aus diesem Budget könnten dann planerische Tätigkeiten, etwa eine notwendige Änderung des Königsbronner Flächennutzungsplans, aber auch Grundstückserwerb und Erschließungskosten finanziert werden. Bei Grundstücksverkäufen, aber auch bei eventuellen Steuereinnahmen, würden beide Partner entsprechend ihrer Anteile am Zweckverband profitieren.

Gemeinsam Perspektiven bieten

Über genauere Modalitäten, die inzwischen ausgehandelt zu sein scheinen, ist derzeit noch nichts bekannt. Auf Anfrage bestätigt Oberbürgermeister Bernhard Ilg jedoch, dass es dahingehende Überlegungen mit den Verantwortlichen in Königsbronn gibt. „Wir führen gute Gespräche, die dabei helfen sollen, gegen den Mangel an Gewerbeflächen vorzugehen. Wir wollen gemeinsam Firmen aus Heidenheim und der Region Perspektiven für Erweiterungen schaffen“, so Ilg.

Ob auch schon Heidenheimer Unternehmen Interesse an einer Ansiedlung oder Erweiterung in einem neuen Königsbronner Gewerbegebiet bekundet haben, will Ilg nicht sagen. Auch zu den Modalitäten der Zusammenarbeit gibt er noch keine Auskunft. „Wir haben von Anfang an gesucht, wo eine Kooperation funktionieren könnte und ich glaube, hier könnte sich etwas entwickeln“, so der Oberbürgermeister.

Neu sind die Königsbronner Pläne, eine neues Gewerbegebiet in diesem Bereich auszuweisen, nicht. Schon 2016 waren diesbezüglich Überlegungen angestellt worden, doch scheiterten diese an einen Streit mit Königsbronns Nachbargemeinde Oberkochen. Daraufhin hatte Bürgermeister Michael Stütz angekündigt, sich künftig mehr in Richtung Heidenheim orientieren zu wollen.

Hier lesen Sie mehr über das geplante Gewerbegebiet aus der Sicht von Königsbronn:

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