Klappe Gegen Überflutung gewappnet

Um eine Überflutung bei einem eventuellen Wasserleitungsbruch zu verhindern, wurde in Schnaitheim ein 45 Tonnen schwerer Schacht mit einer Rückschlagklappe eingebaut.
Um eine Überflutung bei einem eventuellen Wasserleitungsbruch zu verhindern, wurde in Schnaitheim ein 45 Tonnen schwerer Schacht mit einer Rückschlagklappe eingebaut. © Foto: Rudi Weber
Schnaitheim / Lisa Grässle 19.09.2014
In der Berchtenstraße in Schnaitheim wurde eine knapp 100 Jahre alte Wasserleitung mit einer Rückschlagklappe aufgerüstet. Diese soll verhindern, dass es bei einem eventuellen Bruch der Leitung zu einer Überschwemmung kommt.

Die älteste von drei Hauptwasserleitungen der Landeswasserversorgung, die durch das Brenz- und Kochertal von Niederstotzingen nach Aalen führt, wird jetzt nach und nach aufgerüstet, damit es bei einem erneuten Bruch, wie im Januar 2013 bei Itzelberg, nicht wieder zu einer Überflutung kommt. Deshalb wurde jetzt in Schnaitheim ein 45 Tonnen schwerer Schacht mit einer Rückschlagklappe in die Wasserleitung eingebaut. „Diese Klappe reagiert auf Druckreferenzen“, sagt der Pressesprecher der Landeswasserversorgung Bernhard Röhrle. Das heißt: Die Klappe liegt also horizontal in der Wasserleitung, das Wasser kann oben und unten durchlaufen. Fällt der Druck in der Leitung ab, weil irgendwo Wasser austritt, stellt sich die Klappe senkrecht auf.

Der Schacht, der jetzt in die Wasserleitung in der Berchtenstraße eingebaut wurde, besteht aus zwei fertigen Bauteilen: einer Decke und dem Schacht selbst. Diese Teile wurden mit Hilfe eines Autokrans in die Erde gehoben. Bis die Arbeiten an der Leitung komplett abgeschlossen sind, dauere es voraussichtlich rund zwei Wochen, sagt Röhrle. Die Wasserleitung werde jetzt noch an die Rückschlagklappe angeschlossen und wieder zugeschüttet. Anschließend wird sie gespült und desinfiziert. „Anfang nächster Woche kann sie wieder in Betrieb genommen werden“, sagt Röhrle.