Heidenheim Feuer in Mehrfamilienhaus im Mittelrain: war es Brandstiftung?

Heidenheim / Michael Brendel 13.01.2019
Am Samstagabend standen in einem Gebäude am Rembrandtweg Teile einer Wohnung in Flammen. Vier Personen wurden leicht verletzt. Wurde der Brand absichtlich gelegt?

Alles andere als abendliche Stille herrschte am späten Samstag im Mittelrain: Um 23.10 Uhr wurde die Leitstelle informiert, dass in einem siebenstöckigen Gebäude am Rembrandtweg ein Brand ausgebrochen sei. Sofort setzt sich ein Löschzug der Schnaitheimer Feuerwehr in Bewegung, als weitere Notrufe eingingen, folgten die Wehren aus Heidenheim und Mergelstetten.

Vor Ort zeigte sich, dass ein in der ersten Etage gelegenes Wohnzimmer in Vollbrand stand. Da der Rauch durch das komplette Treppenhaus zog, wurden die Bewohner der übrigen Wohnungen aufgefordert, diese sicherheitshalber nicht zu verlassen.

Erst als nach kurzer Zeit das Feuer gelöscht war und das gesamte Gebäude überprüft werden konnte, wurden rund 40 Personen in die früher als Gaststätte genutzten Räumlichkeiten des Nachbarhauses gebracht. Das Rote Kreuz kümmerte sich um sie und sorgte dafür, dass nach einer ersten Untersuchung vier durch das Einatmen von Rauchgasen leicht Verletzte ins Klinikum kamen. Alle konnten dieses nach kurzer Zeit wieder verlassen, wie die Polizei gestern Vormittag bestätigte.

Bis auf die vom Feuer unmittelbar betroffene Wohnung ist das Gebäude weiterhin bewohnbar. Die Feuerwehr war mit 60 Kräften und 13 Fahrzeugen im Einsatz, das Rote Kreuz mit 15 Fahrzeugen und 45 Personen, darunter mehrere Notärzte. Hinzu kamen die Polizei und die Besatzung eines Streufahrzeugs, weil das Löschwasser auf der Fahrbahn zu gefrieren drohte. Ohnehin erschwerte laut Feuerwehrsprecher Michael Salwik die Witterung den Einsatz: Ein wenige Meter entfernt gelegener Hydrant war zwar schnell lokalisiert, allerdings musste er per Hand von Schnee und Eis befreit werden.

Ein Polizeisprecher hielt sich gestern auf Nachfrage bedeckt, nannte keine Schadenssumme und wollte sich auch nicht zu den vor Ort zu vernehmenden Mutmaßungen äußern, wonach es sich um Brandstiftung handeln könnte. Allerdings bestätigte er, dass die Polizei eine Widerstand leistende Frau mitgenommen hat. Ob sie in einer Verbindung zu der Wohnung steht, ist noch nicht bekannt.

An 2018 gedacht

Gut in Erinnerung hatten Augenzeugen des Feuers vom Samstag ein Geschehen, das sich am 6. Juli vergangenen Jahres ebenfalls im Rembrandtweg abspielte. Damals brach morgens gegen 5.15 Uhr in einem Badezimmer eines Wohnhauses ein Brand aus. Die Anwohner konnten die Flammen bis zum Eintreffen der Feuerwehr selbst löschen.

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