Heidenheim / Michael Brendel Jugendliche treffen sich abends am Rewe: OB Bernhard Ilg sieht bei der Lösung des Problems die gesamte Gesellschaft in der Pflicht.

Immer wieder sorgt für Diskussionen, dass sich Jugendliche im Rewe-Center an der Ludwig-Lang-Straße mit Getränken eindecken und dann zu abendlicher Stunde lautstark direkt gegenüber an der Brenz feiern. Müllablagerungen, Ruhestörungen und andere kleine Delikte inklusive.

Stadtrat Norbert Fandrich (Linke) mahnte jetzt erneut Handlungsbedarf an und brachte ein Alkoholverbot ins Spiel. Ein solches scheide aus, entgegnete Oberbürgermeister Bernhard Ilg, da es nur aufgrund eines richterlichen Urteils erlassen werden könnte, sofern über einen längeren Zeitraum eine hohe Kriminalität und erhebliche Zerstörungen vorlägen. Das sei an der Ludwig-Lang-Straße nicht der Fall.

Die Ludwig-Lang-Straße vor dem Einkaufsmarkt ist an Freitagabenden ein beliebter Treffpunkt junger Menschen. Viele Anwohner fühlen sich gestört, auch durch die Hinterlassenschaften.

Ilg appellierte an das gesellschaftliche Miteinander im Allgemeinen und an die Eltern im Besonderen, ihre Kinder zu einem angemessenen Verhalten anzuhalten. Niemand könne etwas dagegen haben, wenn junge Menschen zusammen feiern, trinken und lachen. Bei Randale höre der Spaß allerdings auf.

Ein „völlig falscher Ansatz“ ist aus Ilgs Sicht die Forderung, die Stadt solle in dem Bereich Dixie-Klos aufstellen. Und der Ruf nach weiteren Mülleimern könne auch an den Betreiber des Supermarktes gerichtet werden.