Das mit 0:2 verlorene Zweitliga-Derby gegen SV Sandhausen war nach der Partie gegen Dynamo Dresden (1:2) bereits die zweite Niederlage, welche der FC Heidenheim schlucken musste. Der FCH spielte am Sonntag zwar etwas besser als gegen die Sachsen, zeigte aber insgesamt eklatante Schwächen. Trainer Frank Schmidt bilanzierte: „Das Spiel war grausig. Es gab viele Ballverluste. Wer dann einen Fehler macht, wird bestraft.“

Was sagen die Spieler zu dem Ergebnis? Der FCH zitiert auf der Homepage die Spieler Kevin Müller, Stefan Schimmer und Niklas Dorsch mit ihren Reaktionen aus der Pressekonferenz.

Torwart Kevin Müller: Geschlossener agieren

„Wenn du nach der 2:1-Niederlage in Dresden nun zu Hause 0:2 verlierst, ist das sehr enttäuschend. Wir haben uns das alle anders vorgestellt.“ Es habe eine kleine Steigerung gegenüber der Begegnung mit Dresden gegeben, aber das habe bei weitem nicht gereicht. „Es ist wichtig, dass wir viel geschlossener agieren. Es wirkt teilweise alles wie aus vielen Einzelteilen.“ Der FCH lasse sich auch zu schnell herunterziehen, meint Müller: „Wir gehen mit Negativerlebnissen zu schnell zu schlecht um. Wir lassen uns nach dem 0:1 zu schnell runterziehen. Es passiert halt einfach mal, dass du einen Elfmeter gegen dich bekommst oder in Rückstand gerätst. Dann waren wir 10 Minuten komplett raus aus dem Spiel und kriegen dann direkt das 0:2. Dass es dann schwer wird, ist auch klar.“ Mit Blick auf die nächste Paartie gegen gegen Nürnberg meint der Keeper: „Wir müssen weitermachen. Es drückt zur Zeit ein bisschen, das muss man ehrlich sagen. In der einen oder anderen Situation fehlt uns auch das Quäntchen Glück. In der kurzen Woche bis Nürnberg haben wir jetzt Zeit, uns alles wieder zu erarbeiten.“

FCH-Stürmer Stefan Schimmer: Wenig Chancen entwickelt

„Erst einmal hat es mich sehr gefreut, dass ich heute von Beginn an starten durfte. Ich habe versucht, gut gegen den Ball zu arbeiten, so wie der Trainer es sehen will. Offensiv hatte ich eher wenige Szenen, als ich ein, zwei Mal am Abschluss beteiligt war. Insgesamt war es von mir persönlich ein solides Spiel mit noch Luft nach oben.“ Schimmer sieht Defizite, lobt aber die Atmosphäre: „Insgesamt als Team sind wir nur zu wenigen Abschlüssen gekommen. Wir haben uns heute schwergetan, von hinten heraus zu spielen und Chancen zu kreieren. Aber woran es genau gelegen hat, kann ich direkt nach dem Spiel noch nicht beantworten. Trotz allem war es heute eine gute Atmosphäre, was Mut für mehr macht.“

Mittelfeldspieler Niklas Dorsch: Zu wenig zusammengearbeitet

Der Mittelfeldmann Dorsch analysiert: „In der ersten Halbzeit waren wir gar nicht so schlecht im Spiel. Wir wussten, dass wir uns reinkämpfen müssen, haben das auch gut gemacht und standen defensiv relativ gut. Wir hatten ein, zwei Halbchancen, aber es hat vorne wieder die Durchschlagskraft gefehlt. Wie in den letzten Spielen auch, hatten wir nach der Halbzeitpause defensiv Probleme und bekommen dann einen unnötigen Gegentreffer. Danach sind wir vorne wieder gut dabei, als Timo Beermann den Ball an die Latte köpft. Es war ein kleines Hin und Her, aber am Ende ist das Endergebnis glaube ich verdient, weil wir als Mannschaft nicht zusammengearbeitet haben, so wie wir es uns vorgenommen hatten. Wir wollten uns über außen Chancen erspielen. Das hat auch zwei, dreimal pro Halbzeit geklappt, aber dann fehlte der finale Pass. Wir waren auch in der Mitte nicht präsent, außer bei der Chance durch „Eule“, daran müssen wir arbeiten. Doch auch Dorsch blickt nach vorne: „Wir haben heute nicht gut gespielt, aber jetzt müssen wir schauen, dass es wieder gut wird. Positiv ist, dass es am Freitag schon wieder weiter geht und wir nicht viel Zeit haben, darüber nachzudenken. Dort haben wir die Möglichkeit, es besser zu machen und wieder das zu spielen, was uns ausmacht.“

Das sagt Trainer Frank Schmidt zum Spiel gegen Nürnberg

Der FCH-Cheftrainer Frank Schmidt hofft, dass die Mannschaft wieder Vertrauen in ihre Fähigkeiten gewinnt. Auf der FCH-Homepage sagte er: „Wir brauchen ein Erfolgserlebnis. Das nächste Spiel vor der Länderspielpause in Nürnberg wird extrem wichtig für uns. Es ist wichtig, dass wir da etwas Zählbares mitnehmen. Mit einer weiteren Niederlage in die Länderspielpause zu gehen, wäre richtig bitter. Deswegen müssen wir in der kurzen Woche die Köpfe hochbekommen, eine Leichtigkeit und eine Überzeugung reinbekommen, dass das, was wir spielen, reicht, um Punkte zu holen. In den letzten beiden Spielen hat es nicht gereicht, das müssen wir schnell wieder umstellen.“

Die nächste Begegnung des FC Heidenheim findet am Freitag, 30. August, in Nürnberg gegen den Bundesliga-Absteiger statt. Anpfiff ist um 18.30 Uhr.

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