Wirtschaft Familie Voith auf Platz 57 der reichsten Deutschen

Die Großturbinenhalle auf dem Voith-Werksgelände in heidenheim.
Die Großturbinenhalle auf dem Voith-Werksgelände in heidenheim. © Foto: Arthur Penk
Erwin Bachmann 11.10.2017
Die Familie Voith gehört weiterhin zum milliardenschweren Kreis des deutschen Wirtschaftsadels.

Diese Spitzenstellung ergibt sich aus einem jetzt vom „Manager Magazin“ veröffentlichten Ranking der „1001 reichsten Deutschen“. Die Inhaber des Heidenheimer Maschinenbau-Konzerns rücken gegenüber dem Vorjahr weiter auf und belegen in dieser jährlich aktualisierten Liste nunmehr Platz 57, wobei ein Vermögen von 2,5 Milliarden Euro zugrunde gelegt wird.

Die Nase etwas weiter vorn hat die Familie Schleicher, der Schwenk-Zement in Ulm und die Paul Hartmann AG in Heidenheim gehört und deren Vermögen mit 2,8 Milliarden angegeben wird: was den 53. Platz ergibt.

Das Wirtschaftsmagazin „Bilanz“ hatte in seiner September-Ausgabe eine gleichlautende Rangliste veröffentlicht, in der die Familie Voith auf der Basis von 2,3 Milliarden Euro auf Platz 73 geführt wird. Das Vermögen der Familie Schleicher, die den 62. Platz einnimmt, wird hier auf 2,6 Milliarden Euro taxiert.

Die Rangfolge der reichsten Deutschen wird in beiden Wirtschafts-Fachmagazinen von Vermögensangaben bestimmt, die auf eigenen Schätzungen basieren. „Bilanz“ etwa gibt an, Aktienkapital (Stand Mitte August 2017), Unternehmen (nach Umsatz, Profitabilität und Marktstellung), Kapitalanlagen, Immobilien, aber auch Kunstsammlungen und Familienstiftungen bewertet zu haben.

Top-Arbeitgeber

Der Name Voith steht aber nicht nur für viel Geld, starke Wirtschaftskraft und ausgefeilte Technologien, sondern hat auch in der Arbeitswelt einen ausgesprochen guten Klang. Seit Jahren schon gilt das lokal verankerte und global agierende Großunternehmen insbesondere für angehende Ingenieure als eine ausgesprochen interessante Adresse.

Regelmäßig wiederkehrende Befragungen von Studenten der Wirtschafts- und Ingenieurswissenschaften ergeben fast schon traditionsgemäß, dass Voith zum deutschlandweiten Kreis der begehrtesten Engineering-Arbeitgeber zählt.

Auch Zeiss punktet

Diese herausragende Position sieht sich jetzt durch eine Umfrage der Berliner Marktforschungsfirma Trendence unter 18 000 Akademikern mit bis zu zehn Jahren Berufserfahrung untermauert. In diesem aktuellen Ranking der 100 deutschen Top-Arbeitgeber findet sich Voith auf Platz 64 und hat sich gegenüber dem Vorjahr weiter verbessert. Die jungen Leute, die an der Befragung teilgenommen haben, verdienen gut, im Durchschnitt 60 300 Euro im Jahr, und arbeiten pro Woche im Durchschnitt 44 Stunden.

In dieser illustren Reihe der Vorzeige-Unternehmen findet sich auch Zeiss in Oberkochen. Dieser klangvolle Name hat ebenfalls zu punkten vermocht und nimmt Rang 96 ein.