Kreis Heidenheim Falsche Polizisten und Enkel: 26 Betrugsversuche am Telefon

Seniorin am Telefon. Symbolfoto.
Seniorin am Telefon. Symbolfoto. © Foto: Andrey Popov, stock.adobe.com
Kreis Heidenheim / Polizei 25.07.2018
Montag und Dienstag erhielten mehrere Senioren Anrufe vermeintlicher Polizisten und Enkel.

Bei 26 Bewohnern klingelte am Montag oder Dienstag das Telefon. Die Anrufer gaben sich als Polizisten aus. Sie gaukelten den 67 bis 93 Jahre alten Bewohnern vor, dass Einbrecher festgenommen worden seien. Die vermeintlichen Täter hätten auch Informationen darüber, welche Wertgegenstände die Bewohner besäßen. Die Senioren reagierten richtig: Sie gaben keinerlei Auskunft und beendeten das Telefonat.

Richtig reagiert hat auch eine 88-Jährige: Die Frau hatte einen Anruf von einer Dame erhalten, die sich als ihre Enkelin ausgab. Die Seniorin beendete das Telefongespräch. Die Polizei hat in allen Fällen die Ermittlungen aufgenommen.

Um sich vor der Betrugsmasche „falscher Polizeibeamter“ zu schützen, gibt die Polizei folgende Tipps:

- Die Polizei ruft Sie niemals unter dem Polizeinotruf 110 an.

- Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen.

- Legen Sie den Hörer auf. So werden Sie Betrüger los.

- Werden Sie misstrauisch bei Forderungen nach schnellen

Entscheidungen, Kontaktaufnahme mit Fremden sowie Herausgabe von persönlichen Daten, Bargeld, Schmuck oder Wertgegenständen.

- Wählen Sie die 110 und teilen Sie den Sachverhalt mit.

- Benutzen Sie nicht die Rückruftaste, da Sie sonst wieder bei den

Tätern landen.

- Sprechen Sie am Telefon nicht über Ihre persönlichen und

finanziellen Verhältnisse.

- Beraten Sie sich mit Ihrer Familie oder Personen, denen Sie

vertrauen.

Weitere Informationen und Präventionstipps gibt es unter

www.polizei-beratung.de.

Um nicht Opfer eines Enkeltricks zu werden empfiehlt die Polizei:

- Seien Sie vorsichtig bei unbekannten Anrufern, vor allem, wenn

bestimmte Forderungen des Anrufers gestellt werden.

- Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Legen Sie den Hörer

auf, wenn ihnen etwas merkwürdig erscheint.

- Werden Sie angerufen, stellen Sie gezielt Fragen an den Anrufer

nach Namen, Adresse und Telefonnummer der Verantwortlichen.

- Notieren Sie sich, die auf dem Display angezeigte Rufnummer!

Achtung: Betrüger können diese Nummern auch fälschen.

- Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte

Personen.

- Geben Sie niemals persönliche Informationen weiter. Sprechen Sie

nicht am Telefon über ihre persönlichen oder finanziellen

Verhältnisse.

- Sprechen Sie mit Ihrer Familie oder anderen Vertrauten über den

Anruf.

- Wenn Sie unsicher sind: Rufen Sie die Polizei unter der 110 oder

ihre örtliche Polizeidienststelle an. Nutzen Sie dabei nicht die

Rückruffunktion.

Wichtige Tipps zum Schutz vor Telefonbetrügern erhalten Sie in der

Broschüre „Vorsicht, Abzocke!“. Diese finden sie bei Ihrer örtlichen

Polizeidienststelle.

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